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Hockenheimring: Vertrag für Deutschland-GP bis 2018

Von Mathias Brunner
Hockenheimring-Geschäftsleiter Georg Seiler (rechts) mit Martin Huning von der Firma Ravenol

Hockenheimring-Geschäftsleiter Georg Seiler (rechts) mit Martin Huning von der Firma Ravenol

Mehr als 45.000 Karten sind gemäss Hockenheimring-Chef Georg Seiler verkauft. Anvisiert wird ein Verkauf von 55.000 Tickets. Rosberg, Vettel, Hülkenberg, Sutil & die Silberpfeile sollen’s richten.

Deutschland kommt langsam vom Fussballfieber herunter, gemäss Hockenheimring-Geschäftsleiter Georg Seiler (61) soll das nun durch Racing-Fieber ersetzt werden: «Wenn man sieht, was während der Fussball-WM in Brasilien los war, dann hoffen wir, dass die Euphorie auch auf die Formel 1 abfärbt. Deutschland muss zeigen, dass auch in Hockenheim die Tribünen voll werden. Bislang haben wir rund 45.000 Karten verkauft. Ich denke, dass wir die 50.000er Marke knacken. Unser Ziel sind 55.000 Karten.»

Es ist kein Geheimnis: Reich werden die europäischen Rennveranstalter mit dem Grand-Prix-Zirkus nicht. Selbst wenn Formel-1-Promoter Bernie Ecclestone bei Klassikern wie in Deutschland, Monaco, Belgien, England oder Italien mit der Antrittsgebühr gnädiger ist als in Abu Dhabi und Singapur, kommen die Europäer eben so mit Ach und Krach über die Runden.

Der gebürtige Hockenheimer Georg Seiler sagt gegenüber der «dpa»: «Die Formel 1 ist teuer. Deshalb hatten wir Probleme vor knapp zehn Jahren und sind deshalb den Wechsel mit dem Nürburgring eingegangen. Bei den letzten Veranstaltungen hatten wir eine Schwarze Null, und ich hoffe, dass wir auch diesmal so abschliessen werden. Aber verdienen können Sie nichts an der Formel 1, ausser dem Gewinn an Image und dem Mehrwert bei anderen Veranstaltungen, weil wir eine Grand-Prix-Rennstrecke sind.»

Nürburgring ist ein gutes Thema, nach der Meldung der Capricorn Nürburgring GmbH, wonach der Deutschland-GP künftig alleine in der Eifel stattfinden werde. Georg Seiler ist zu lange im Geschäft, um deswegen schlaflose Nächte zu bekommen: «Fakt ist, dass nicht Bernie Ecclestone die Mitteilung herausgegeben hat, sondern Capricorn. Das finde ich schade. Vier Wochen vor einem deutschen Grand Prix macht man das nicht. In der Regel bewahrt man während Verhandlungen Stillschweigen und gibt erst dann Ergebnisse bekannt. Ein Vertrag ist aber nicht unterschrieben. Wir reden regelmässig mit Bernie Ecclestone. Aber genau das ist der Punkt: Es sind vertrauliche Gespräche, die man nicht nach aussen gibt. Ich bin nicht beunruhigt, wir haben einen Vertrag bis 2018.»

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