MotoGP: KTM-Rennchef über Regelverstoß

Janusch Prokop (Suzuki): «Ich brauche ein Reset»

Von Esther Babel
Bei keinem der vier bisher gelaufenen Rennen der IDM Superbike hat der Pilot vom Team Suzuki Alber-Bischoff die Zielflagge gesehen. Dazu Kernschrott in der Box abgeliefert. Jetzt muss er sich aufrappeln.

In jedem Leben eines Motorradsportlers gibt es Zeiten, in denen es trotz aller Anstrengungen nicht rund läuft und man sich mit viel Geduld und Spucke wieder aus der Talsohle herausarbeiten muss. Die berühmt berüchtigte A-Karte hat derzeit Janusch Prokop auf der Hand. Dritter Sturz im dritten Rennen, Null Punkte und mehr kaputte als ganze Teile an seiner Suzuki vom Team Alber-Bischoff.
Teamchef Evren Bischoff, selbst ehemaliger Rennfahrer und die Ruhe in Person, dürften die beiden Wochenende in Oschersleben nicht nur auf Grund der großen Hitze die Schweißperlen auf die Stirn getrieben haben. Zwei Mal Schrott in der Box ist nicht gerade gut für die Teamkasse.

Beim IDM-Auftakt war Prokop, der Mitte 2017 in die IDM Superbike aufgestiegen war, im Startgerangel noch unverschuldet im Kies gelandet, ein Großteil der Suzuki eine Fall für die Wertstofftonne. Mit Teamwork wurde das Motorrad wieder aufgebaut, doch Prokop suchte erneut das Kiesbett auf.

Sturz Nummer 3 dann beim dritten IDM-Lauf. Vergangene Woche wieder in Oschersleben. Und wieder ein Fall für die Sturz-Statistik. Und wieder reichlich zu tun an der Suzuki. So viel, dass ein Start beim zweiten Rennen nicht wirklich sinnvoll gewesen wäre. Für Prokop im zweiten Lauf also die Höchststrafe: Seine Kollegen vom Streckenrand zuschauen müssen.

«Ich hatte mich bei meinem Sturz im Kiesbett noch mehrfach überschlagen und hinterher ein paar Schulterschmerzen», berichtet er. «Die dritte Null im dritten Rennen, das nagt ganz schön an einem und man ist ordentlich runter. Im ersten Moment lässt man natürlich den Kopf hängen, doch das wird sich wieder legen. Es war natürlich sehr schade, dass ich beim zweiten Rennen nicht antreten konnte. Auch für mein Team tut es mir sehr leid. Wir hatten zum Schluss im Quali noch was gefunden und ich hatte mich am Ende verbessert. Und dann passiert so was.»

«Jetzt muss ich es eben mal über die Distanz schaffen und Punkte holen», lautet Prokops Plan. «Das wird das Wichtigste sein. Wir hatten ja auch echt viel Pech. Ein Reset muss jetzt sein. Ja, die Situation ist im Moment schwierig, aber es geht weiter.»

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