MotoGP: KTM-Rennchef über Regelverstoß

Matej Smrz: Startklar aber arbeitslos

Von Esther Babel
Die Laune lässt sich Matej Smrz nicht so schnell verderben

Die Laune lässt sich Matej Smrz nicht so schnell verderben

Der Tscheche ist bereit, sofort auf ein Motorrad zu steigen. Doch bisher sieht es nicht danach aus, dass es ein Wiedersehen mit dem IDM Superbike-Piloten gibt.

Kurz nach der IDM Saison 2015 hatte sich Matej Smrz unters Messer gelegt, um die Reste einer alten Verletzung im rechten Knie beseitigen zu lassen. Mit Erfolg. Drei Wochen war Smrz außer Gefecht gesetzt, doch dann ging es mit Vollgas zum Training. Gemeinsam mit seinem Bruder Jakub und einem in England aktiven Speedway-Fahrer lässt sich Smrz von einem Personal Coach auf Trab bringen.

Das Knie hat am vergangenen Wochenende den Härtetest überstanden. «Vor einer Weile hatte ich bereits in meiner Heimatstadt an einem Halbmarathon teilgenommen», erklärt Smrz. «Ich habe eine Stunde und 48 Minuten gebraucht. Es war aber eine recht einfache und flache Strecke.» Am Wochenende ging es für Smrz nun querfeldein, nebenbei galt es bei Schnee und Kälte 700 Höhenmeter zu bezwingen. «Zwei Stunden und 14 Minuten», lautete seine Bilanz nach der Zielankunft.

Nicht ganz so positiv fällt seine Bilanz beim Thema Jobsuche aus. «Es gibt viele Kontakte», erklärt er. «Aber ich suche nach wie vor einen Platz.» Einen Grund für die schlechten Aussichten sieht Smrz, der im Dezember 31 Jahre alt geworden ist, in der nachrückenden Jugend. «Und die sind zum Teil total verrückt und wohnen noch bei den Eltern», stellt Smrz fest. «Ich habe eine Familie, zwei Kinder und eine Firma. Fakt ist, ich muss Geld verdienen.»

Und am Thema Geld sind bisher viele Verhandlungen gescheitert. «Ich habe hier eine mail von einem IDM-Team», verrät er. «Sie bescheinigen mir, dass ich besser in der Superstock-Klasse wäre, als die anderen Piloten. Aber die anderen zahlen alle Geld. Das ist ein nettes Kompliment, aber hilft mir auch nicht weiter.» Die Suche aufgeben will Smrz noch nicht und streckt seine Fühler auch in Richtung Langstrecken-WM und Britische Superbikemeisterschaft aus. «Ich trainiere so, als würde ich morgen auf eine Motorrad steigen», versichert Smrz. «Und eins ist klar, egal was kommt oder nicht, das Leben geht weiter.»

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