MotoGP: VR46-Team ist nicht einverstanden

Francesco Bagnaia: Ein Sieg für die Geschichtsbücher

Von Günther Wiesinger
Sieger Francesco Bagnaia

Sieger Francesco Bagnaia

Der erste Mahindra-Triumph in der Moto3-WM ist ein Fall für die Geschichtsbücher. Noch nie seit 1949 hat ein indisches Fabrikat im GP-Sport gewonnen.

Im fünften Moto3-Jahr gelang dem indischen Hersteller Mahindra, der auch 51 Prozent an Peugeot Motocyles besitzt, der erste Erfolg in der kleinen 250-ccm-Einzylinder-Viertaktklasse.

«Pecco» Bagnaia ist 19 Jahre alt, er ist Mitglied der VR46 Academy, doch Rossi steckte ihn ins spanische Mahindra-Werksteam seines Partners Jorge «Aspar» Martinez.

Und Bagnaia schaffte in dieser Saison vor Assen schon drei dritte Plätze, er gilt als Fahrgenie, er stellte auch im Finish der Dutch-TT eine perfekte Rennstrategie zur Schau, er rückte durch den Sieg in der WM auf den vierten Platz 4.

Aber: Ausser Bagnaia holte wieder einmal kein Fahrer von Mahindra oder Peugeot einen Punkt... Dabei müssten alle neun MGP30-Maschinen baugleich sein.

Bagnaia bestritt in Assen seinen 59. Grand Prix, es war sein fünfter Podestplatz, eines hatte er schon 2015 in Le Mans erreicht.

«Ich bin nicht überrascht von diesem Erfolg», strahlte der Italiener. «Denn jedes Wochenende geben wir unser Bestes, aber trotzdem, mir fehlen die Worte nach diesem ersten GP-Sieg für Mahindra. Ich bin ganz aufgeregt. Ich bin sprachlos. Ich weiss wirklich nicht, was ich sagen soll. Ich bin wirklich happy. Unglaublich. Es war sooo schwierig, immer vorne zu bleiben. Aber wir waren das ganze Wochenende über schnell, wir haben immer vorne mitgehalten. Ich habe mich auch nicht aus der Ruhe bringen lassen, als es im Qualifying nur für Platz 10 gereicht hat. Denn da waren so viele Fahrer mitten auf der Ideallinie unterwegs, so war es fast unmöglich, eine wirklich schnelle Rundenzeit zu erzielen.»

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