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Jack Miller (Ducati/6.): «Wie ein anderes Motorrad»

Von David Emmett
Jack Miller

Jack Miller

Ducati-Werksfahrer Jack Miller fand beim Barcelona-Test am Montag auf Anhieb das am Sonntag vermisste Gefühl wieder. Die neue Verkleidung spielte dabei aber keine große Rolle.

Jack Miller war nach dem 14. Platz im Catalunya-GP und massiven Problemen mit dem harten Hinterreifen frustriert. Beim Test am Montag lief es wieder deutlich besser, im Gegensatz zum Rennen gelang die 1:39er-Zeit.

«Es war heute viel besser, als würde ich ein anderes Motorrad fahren», schilderte «JackAss» am Montagnachmittag. «Am Morgen war ich auf Anhieb schnell, ich fühlte mich wohl auf dem Motorrad. Der Medium-Reifen, den ich zur Hälfte des Tages einsetzte, war nicht ideal. Die anderen zwei waren aber fantastisch.»

Was war im Vergleich zum Sonntag anders? «Wir haben Hinterräder getauscht und es war fantastisch. Das war’s. Ich bin am Vormittag mit dem exakt selben Motorrad wie im Rennen konstant 1:39 min gefahren. Das ist natürlich frustrierend, aber so ist der Motorradrennsport und du musst versuchen, aus jeder Situation das Beste herauszuholen», weiß der 27-Jährige.

Der Ducati-Werksfahrer sprach nach dem Rennen noch mit den Michelin-Technikern, hatten sie etwas Interessantes zu sagen? «Nicht wirklich. Ich glaube, dass diese Strecke das Problem [mit den Unterschieden] zwischen den Reifen wirklich verschärft hat. Es ist etwas, an dem sie sehr hart arbeiten. Sie versuchen, es zu beseitigen. Sicher ist: Es war nicht die richtige Entscheidung, den harten Hinterreifen zu wählen. Auf dem Papier sah alles großartig aus, auch der Rat, den wir bekamen, ging in die Richtung. Es war aber nicht die richtige Wahl», hielt er trocken fest.

Zum Montag-Test erklärte Miller: «Wir haben mit dem Set-up herumgespielt und ich glaube, wir haben uns in eine Position gebracht, in der ich mich ziemlich wohl fühle. Es ist aber schwierig zu sagen, weil viel mehr Abrieb auf der Strecke ist. Okay, es war heiß, die Strecke ist an einem Montag aber mit Sicherheit in einem besseren Zustand», gab der dreifache MotoGP-Sieger mit Blick auf die Zeitenliste des eintägigen Tests zu bedenken.

Auffällig war im Ducati-Lager die neue Verkleidung, die neben den Werksfahrern auch Enea Bastianini testete und am Ende des Tages noch für vier Runden Luca Marini anvertraut wurde. Sie wirkt an der Front spitzer und etwas größer als die 2022er-Standard-Version. Die Verkleidung habe «positive und negative Aspekte», bemühte Miller die übliche Testfloskel.

Auf Nachfrage erklärte der Australier: «Ich habe hinter der anderen Verkleidung auch keine Probleme, aber mein Körper, die Schultern und vor allem der Bizeps bekommen viel mehr Wind ab. Das Motorrad aber lässt sich besser einlenken. Mit dieser größeren Verkleidung, es ist ein Mittelding zwischen der diesjährigen und der letztjährigen, bietest du mit deinem Körper nicht so viel Luftwiderstand, aber opferst dafür in den Kurven ein bisschen etwas. Deshalb sage ich, dass es positive und negative Aspekte gibt. Es kann auf einigen Strecken funktionieren und auf anderen nicht.»

Ergebnis MotoGP-Test, Barcelona (6. Juni):

1. Quartararo, Yamaha, 1:39,447 min
2. Bagnaia, Ducati, 1:39,451
3. Zarco, Ducati, 1:39,500
4. Aleix Espargaró, Aprilia, 1:39,558
5. Pol Espargaró, Honda, 1:39, 688 
6. Miller, Ducati, 1:39,742
7. Viñales, Aprilia, 1:39,780
8. Morbidelli, Yamaha, 1:39,795
9. Bastianini, Ducati, 1:39,844
10. Di Giannantonio, Ducati, 1:39,963
11. Brad Binder, KTM, 1:39,998
12. Joan Mir, Suzuki, 1:40,027
13. Marini, Ducati, 1:40,047
14. Oliveira, KTM, 1:40,088
15. Gardner, KTM, 1:40,197
16. Alex Márquez, Honda, 1:40,335
17. Bradl, Honda, 1:40,474
18. Pirro, Ducati, 1:40,610
19. Dovizioso, Yamaha, 1:40,627
20. Darryn Binder, Yamaha, 1:40,746
21. Bezzecchi, Ducati, 1:40,765
22. Fernandez, KTM, 1:41,144

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