Trackhouse-Boss Marks: «Darum haben wir Ogura geholt»
Auch wenn die richtige Reifenentscheidung von Trackhouse Racing mit und für Super-Rookie Ai Ogura im Startchaos von Austin verpuffte, bestätigte der Japaner auch beim dritten MotoGP-Event des Jahres seine Qualitäten.
Trotz eines in den wechselnden Bedingungen schlechten Qualifyings – Ogura hatte mit Startplatz 18 die schlechteste Ausgangsposition seiner noch jungen MotoGP-Karriere – landete die Startnummer 79 in beiden Wettrennen auf Platz 9. Damit rangiert der Neueinsteiger auf dem erstaunlichen sechsten Rang der WM-Tabelle.
Nach der Zieldurchfahrt eines denkwürdigen US-GP meldete sich auch der oberste Chef der Japaner zu Wort. Ex-Nascar-Profi und Besitzer von Trackhouse hatte sich den Termin als Highlight in den Kalender eingetragen. Und obwohl 2025 große Sensation durch den Piloten einer Aprilia ausblieb, applaudierte Marks dem Rookie – und zugleich sich selbst für die richtige Entscheidung, Ogura zum Trackhouse-Athleten zu machen.
«Der Schritt von der Moto2 in die MotoGP ist gewaltig: Die Motorräder haben so viel Power, die Aerodynamik und einfach das Niveau des Wettbewerbs bedeuten zusammen einen riesigen Schritt; also weiß man nicht wirklich, wie sich ein Rookie schlagen wird
Aber welcher Rookie wäre besser geeignet als der Moto2-Weltmeister? »Deshalb haben wir ihn angeheuert: Er hat unglaubliches Talent, ist sehr reif und intelligent«, so Justin Marks gegenüber MotoGP.com.
Der stets mit Basecap auftretende Teambesitzer aus North Carolina weiter: «Sein Debüt in Thailand war spektakulär, es war wahrscheinlich besser, als wir erwartet hatten, aber es hat uns auch daran erinnert, dass wir mit dem Fahrer, den wir auf das Motorrad gesetzt haben, eine gute Entscheidung getroffen haben – wir sind sehr gespannt auf seine Zukunft.»
Bis Ende 2026 ist der Japaner unter Vertrag bei Trackhouse. Gleiches gilt für Teamkollege Raul Fernandez. Ausgerechnet für den erfahrensten Bediener der Aprilia RS-GP ging der Saisonauftakt des Spaniers komplett daneben. Fünf Zähler aus sechs Rennen bedeuten WM-Position 18.
Spannend wird es am übernächsten Wochenende in der Wüste von Katar. Dann muss sich Justin Marks’ Aushängeschild erstmals auch mit MotoGP-Weltmeister Jorge Martin auseinandersetzen – und das mit gleichwertigem Material.