MotoGP: KTM-Rennchef über Regelverstoß

Hayden: «Indy ist mein Heimrennen»

Von Kay Hettich
Auch 2013 bei Ducati: Nicky Hayden

Auch 2013 bei Ducati: Nicky Hayden

Nach dem Meeting in Laguna Seca bleibt die MotoGP in den USA und reist weiter nach Indianapolis. Für Nicky Hayden ist es sein wahres Heimrennen.
Kein Wunder, denn die Geburtsstadt des Ducati-Piloten liegt nur etwa 280 km vom legendären «Indianapolis Motor Speedway» entfernt – im Vergleich zum 3500 km entfernten Laguna Seca ein Katzensprung!

«Laguna ist ein Rennen in den USA, als mein Heimrennen betrachte ich aber Indy. Es ist nur drei Stunden von mir zu Hause entfernt, viel mehr Freunde und meine Familie werden kommen. Hier habe ich früher auch mehr Rennen gefahren», beschreibt der 31-Jährige seine innige Beziehung zu Indianapolis. «Für mich ist es eine gewisse Verpflichtung, das Rennen zu fördern und etwas zurückzugeben. Wenn ich dann aber hier bin, muss ich meinen Job erledigen.»

Für das Rennen in Laguna Seca bekam Hayden einen frischen Motor, der auch für das Indy-Rennen verwendet wird. Fern der Werkstatt in Italien sind Updates ohnehin schwierig zu testen. «Im Moment können wir nicht viel tun, erst nach der Sommerpause werden wir in Misano testen und werden ein paar Dinge ausprobieren. Später in der Saison werden wir noch ein paar neue Fahrwerksteile bekommen. Ich verwende im Prinzip noch das Chassis vom Saisonbeginn. Es gab nur ein paar kleine Änderungen, etwa an der Steifigkeit», berichtet Hayden vom Entwicklungsprogramm, zu dem der Amerikaner seine eigene Meinung hat.

«Neues ist nicht immer besser. Normalerweise braucht man etwas Zeit, damit es funktioniert. Letztes Jahr bekamen wir ein neues Chassis und nahmen massive Änderungen vor. Ich würde sagen, das hat uns zurückgeworfen», kritisiert Hayden die Vorgehensweise, als man die Desmosedici überhastet für Valentino Rossi umgestaltet hat. Für die Zukunft sieht der WM-Siebte aber Licht am Horizont, auch wegen der Ducati-Übernahme durch Audi. «Audi ist ein starker Partner, wirtschaftlich, aber auch technologisch. Wie schnell sich Dinge ändern werden? Wie bei allem wird es harte Arbeit und auch Zeit kosten. Ich sehe aber viel Positives für Ducati, für das Rennteam, einfach für alles.»

Ein Glauben, den Valentino Rossi offensichtlich nicht teilen wollte. Der Superstar hat sich gegen Ducati und für Yamaha ausgesprochen. Hayden hatte zuvor bereits für ein weiteres Jahr bei Ducati unterschrieben und wird wichtiger denn je sein. Es sei denn, es findet sich noch ein extrem starker Teamkollege. «Für mich ändert das nichts», versichert Hayden.

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