Formel 1: Weder Norris noch Verstappen Favorit

Jorge Lorenzo: «Ich muss im Nassen stärker werden»

Von Günther Wiesinger
Jorge Lorenzo, fünffacher Saisonsiegr, zeigte im Freitag-Training zum Aragón-GP seine einsame Klasse: Er distanzierte Rossi um 0,683 sec. Aber er muss dringend seine Regenschwäche ablegen.

Jorge Lorenzo ist wasserscheu. Diese Tendenz hat sich sein seinem spektakulären Regensturz im Donnerstag-Training von Assen 2013 noch verstärkt.

Wasser ist kein Element, in dem sich der Yamaha-Star und MotoGP-Weltmeister von 2010 und 2012 wie zuhause fühlt.

Bei den beiden «wet races» in Silverstone (Visier beschlagen) und Misano hat Lorenzo nur einen vierten Platz und einen Sturz verbucht. Zwei Rennen, 11 Punkte – Rossi sammelte bei diesen beiden tückischen Grand Prix 25 und 11 Punkte ein.

Fünf Rennen hat Lorenzo in dieser Saison schon gewonnen. Durch die Siegesserie von Jerez bis Barcelona hat er in vier Rennen 29 Punkte auf Rossi wettgemacht.

Deshalb traut er sich jetzt auch zu, in fünf Rennen bis zum Finale in Valencia 23 Punkte auf den Italiener aufzuholen.

Aber regnen sollte es an den GP-Wochenenden nach Möglichkeit nicht.

«Es ist richtig, ich bin nicht der beste Fahrer im Regen. Das ist klar. Statistisch gesehen und historisch gesehen habe ich relativ wenige Rennen im Regen gewonnen, nur ein paar einzelne. Wenn man alle Regenrennen im Lauf der Jahre anschaut, dann wird klar: Ich habe  Schwächen auf nasser Fahrbahn. Nicht immer, denn manchmal bin ich im Nassen sehr stark und sehr schnell, dann gewinne ich – wie 2014 in Aragón. Aber generell ist es so, dass du fürs Gewinnen im Nassen gewisse Faktoren auf die Reihe bringen musst. Du musst einerseits vorsichtig sein, du musst etwas Furcht haben, aber nicht zu viel davon. Es ist nicht einfach, hier den richtigen Kompromiss zu finden. Du musst sehr sensitiv sein, sehr gefühlvoll.»

«Es lässt sich nicht verleugnen, ich war vor vier Wochen in Silverstone auf nasser Fahrbahn zu Beginn des Rennens viel langsamer als Marc und Valentino», räumt Jorge ein. «Ich konnte dort nicht um den Sieg fighten. Ich werde alles tun, um mich in diesem Bereich zu verbessern. Ich denke, ich habe hier für die Zukunft viel Spielraum für Verbesserungen. Aber das lässt sich nicht so leicht bewerkstelligen. Es ist schwierig. Denn wir haben nicht so viele Gelegenheiten, bei denen wir im Nassen üben können.»

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