MotoGP: KTM-Rennchef über Regelverstoß

Imola: Kawasaki und Honda streiten um WM-Bronze

Von Johannes Orasche
Kawasaki-Werksfahrer Clement Desalle

Kawasaki-Werksfahrer Clement Desalle

Beim spektakulären MXGP-Final-Wochenende in Imola geht es zwischen Kawasaki und Honda um den Titel «Best of the rest». Jeffrey Herlings und KTM stehen bereits als Weltmeister fest.

Der WM-Titel in der MXGP-Klasse ist bereits seit dem Wochenende von Assen erstmals in den Händen von Red Bull KTM-Ass Jeffrey Herlings. Der 24 Jahre alte Niederländer krönte sich vor seinen Landsleuten mit dem Sieg in Durchgang 1 zum Weltmeister der Königsklasse. Sogar KTM-Rennchef Pit Beirer (45) und KTM-Berater Heinz Kinigadner (58) fanden sich auf dem TT-Circuit von Assen ein, um den niederländischen Cross-Nationalhelden unmittelbar nach der Zieldurchfahrt gebührend zu feiern.

Das Debüt der Motocross-Asse im legendären «Autodromo Enzo e Dino Ferrari» von Imola birgt dennoch Spannung, den zwischen Kawasaki-Speerspitze Clement Desalle und Honda-Star Tim Gajser geht es um den dritten Endrang. Dem slowenischen HRC-Hoffnungsträger fehlen vor den beiden letzten Läufen 20 Zähler auf den Belgier aus dem Kawasaki-Werksteam.

Gajser verpasste wegen seinen schweren Kiefer-Verletzungen vom Frühjahrs-Cross in Mantua den WM-Auftakt in Argentinien, kam auch danach nur langsam in Fahrt und stand erst in Agueda als Dritter in Rennen 1 erstmals auf dem Podium. In den letzten Meetings knabberte Gajser jedoch stets ein paar Pünktchen des Guthabens von Desalle ab. Als sich Romain Febvre verletzte, war Gajser der vierte WM-Rang sicher.

In Assen machte Gajser zuletzt acht Punkte wett, davor in der Türkei und im bulgarischen Sevlievo waren es jeweils vier Punkte. Gajser hätte es noch spannender machen können, wenn er in Assen im ersten Rennen Max Anstie im Finish geschlagen hätte und im zweiten Lauf sowohl Anstie als auch Lokalmatador Glen Coldenhoff ins Ziel gekommen wären.

«Immerhin haben wir ein paar Punkte auf Desalle aufgeholt. Das nehmen wir mit nach Imola», erklärt Gajser und fügte an: «Aber mit nur einem verbleibenden Wochenende beträgt der Abstand immer noch recht viele Punkte.»

Gajser und Honda müssen fast auf ein Problem von Desalle hoffen, ähnlich wie es Gajser mit dem Startcrash im ersten Lauf von Frauenfeld widerfahren ist. Damals kämpfte sich der Slowene noch auf P12 nach vorne, büßte aber auf einen Schlag 13 Zähler auf Desalle ein, der auf Platz 2 ins Ziel kam.

Gajser erkämpfte bei den letzten acht Grand Prix neun Podiumsplätze, bei Desalle waren es fünf. Die frisch auf Erdboden gelegte Strecke im Bereich der Rivazza-Kurve im Autodromo von Imola sollte, anders als im tief sandigen Assen, beiden Protagonisten ähnliche Chancen bieten. «Der Boden in Imola ist hart. Von dem was ich gesehen habe, sieht es recht nett aus. Ich kann es kaum erwarten, dort zu fahren», so Gajser.

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