Supercross: Nach Crash querschnittsgelähmt

Darcy Ward überwältigt, Gegner sehr nachdenklich

Von Ivo Schützbach
Die Speedway-Szene hält zusammen. Darcy Ward bekommt nach seinem schweren Unfall in Polen am 23. August 2015 Mitgefühlsbekundungen und Unterstützung aus der ganzen Welt.

Zum genauen Zustand Darcy Wards gibt es bis heute keine Infos: Weder ist bekannt welche Wirbel sich der Australier bei seinem schlimmen Sturz in Grünberg vor einer Woche zuzog, noch wie schwerwiegend die Lähmungserscheinungen sind. Gesichert ist die Information, dass er seit seinem Unfall kein Gefühl in den Beinen hat.

Den Speedway-GP in Landsberg verfolgte der 23-Jährige zusammen mit seiner Familie und Freunden vom Krankenhausbett aus. Via Twitter teilte er mit: «Ich bin überwältigt von der Unterstützung meiner Fahrerkollegen und Freunde. Ich kann hören, wie mein Name im Stadion gerufen wird, die Speedway-Welt ist unglaublich, vielen Dank!»

In der Tat war das Schicksal des Australiers in Landsberg omnipräsent. Überall hingen Banner mit Genesungswünschen, zu seinen Ehren wurden Chöre angestimmt, viele Fahrer und Mechaniker trugen Aufkleber mit «DW#43» und «#getwelldarcy», Weltmeister Greg Hancock ließ sich sogar eine Kombi im Design von Darcy Ward anfertigen. WM-Leader Tai Woffinden kam im Darcy-Ward-T-Shirt zur Siegerehrung.

«Was Darcy passiert ist, gibt unseren Leben und Karrieren einen anderen Blickwinkel», erklärte Hancock. «Wir wissen, was einem Rennfahrer passieren kann, selbst wenn er alles Können hat. Das ist hart. Das schmerzt. Aber wir müssen jetzt für Darcy stark sein. Der Junge hat einen langen Weg vor sich, wir werden ihn dabei begleiten.»

Tai Woffinden ergänzte: «Ich habe das Publikum gehört, wir wissen, dass viele Menschen an ihn denken und ihn in ihren Herzen und Seelen tragen. Das ist großartig. Wir alle lieben ihn und unternehmen alles Menschenmögliche, um ihm zu helfen. Jeder weiß, wie riskant der Speedway-Sport ist, aber wir Rennfahrer blenden das aus. Was Darcy passiert ist, stimmt jeden nachdenklich.»

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