MotoGP: Pedro Acosta über seine Ansprüche

Matt Moss (Kawasaki): Erster Prinz aus Australien

Von Thoralf Abgarjan
Mit Siegen in allen drei SX2-Sonntagsrennen krönte sich der 34-jährige Matt Moss (Kawasaki) als erster Australier in der Geschichte des SX Paris zum Prinzen, weil sein amerikanischer Teamkollege Blose stürzte und ausfiel

Supercross Paris 2022 der SX2-Klasse: Am Samstag dominierte US-Privatier Chris Blose noch sämtliche SX2-Rennen souverän. Am Sonntag war das Glück nicht an seiner Seite. Schon im ersten Sprintrennen wurde er in der ersten Kurve nach dem Start in einen Crash verwickelt und musste dem Feld hinterherfahren. Trotzdem schaffte es der 34-jährige Amerikaner noch bis auf P5. Der Abend war damit noch nicht gelaufen, Bloses Titelchancen intakt. In die Bresche sprang sein australischer Teamkollege im Team Bud Racing Kawasaki, Matt Moss, den irgendwie niemand wirklich auf dem Zettel hatte. Moss gewann den ersten SX2-Sprint vor dem Amerikaner Cullin Park (Honda) und dem Führenden der französischen Supercrossmeisterschaften, Brice Maylin (GASGAS).

Das zweite Sprintrennen wurde vom Spitzenduell zwischen Matt Moss und Jace Owen dominiert. Owen, der Prinz von Paris im Jahre 2018, kam im ersten Sprint nur auf Rang 8 ins Ziel, doch von Rennen zu Rennen verbesserte er sich.

Das eigentliche Drama ereignete sich dann im letzten und entscheidenden SX2-Finale. Moss gewann den Start vor Owen und Blose. Owen übernahm die Spitze während Blose auf P3 liegend in den Whoops böse abflog. Am Boden wurde er dabei noch von seinem Motorrad getroffen. Blose musste das Rennen aufgeben, womit er seine Titelambitionen begraben musste. Das Rennen wurde zu diesem Zeitpunkt noch von Jace Owen angeführt und wären die Platzierungen bis zum Rennende so geblieben, wäre Owen tatsächlich noch Prinz von Paris geworden. Der Amerikaner ahnte aber nichts davon. Owen erklärte später, dass er nicht einmal mitbekommen hatte, dass Blose gestürzt und ausgefallen war. Moss bekam von seiner Boxencrew angezeigt, dass es bei dem Duell gegen Owen um den Gesamtsieg geht. Der Australier setzte alles auf eine Karte und zog in den Whoops an Owen vorbei. Damit gewann Moss schließlich alle 3 Sonntagsrennen und wurde als erster Australier zum Prinzen von Paris gekürt. Chad Reed hatte 2007 den Königstitel von Paris nach Australien geholt. Owen erfuhr erst nach der Zieldurchfahrt, dass er den Prinzentitel so knapp verfehlt hatte und war völlig am Boden zerstört.

Ergebnis Prince of Paris, SX2:

1. Matt Moss (AUS), Kawasaki), 96
2. Jace Owen (USA) Honda, 91
3. Chris Blose (USA), Kawasaki), 84
4. Cullin Park (USA) Honda, 73
5. Brice Maylin (F), GASGAS, 66
6. Yannis Irsuti (F), Kawasaki, 66
7. Julien Lebeau (F), Kawasaki, 55
8. Lucas Imbert (F), 46
9. Quentin Prugnieres (F), Kawasaki, 45
10. Thomas Do (F), Honda, 37

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