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Wolfgang Stropek: Vereinigte Staaten statt Insel Man

Von Helmut Ohner
Wolfgang Stropek (re.) mit Motorsportlegende Giacomo Agostini

Wolfgang Stropek (re.) mit Motorsportlegende Giacomo Agostini

Es war für die Classic-TT schon alles organisiert, doch dann erhielt Wolfgang Stropek vom Veranstalter eine Absage. Im nächsten Jahr will es der 72-jährige Österreich noch einmal versuchen.

Wolfgang Stropek zählt zu den wenigen Rennfahrern, die sowohl in den Solo-Klassen, als auch im Seitenwagen Weltmeisterschaftspunkte erringen konnte. 1966 gewann der Niederösterreicher den österreichischen Meistertitel in der Halbliterklasse. Drei Jahre später heimste er beim Großen Preis von Finnland als Zehnter der Klasse 500 ccm einen WM-Zähler ein.

Auch bei der Tourist Trophy auf der Isle of Man trat er 1966 in Erscheinung. Mit einer Sachs startete er in der Schnapsglas-Klasse, sah allerdings keine Zielflagge. Über 30 Jahre später nahm der jetzige Organisator des «Internationalen Rupert Hollaus Gedächtnis-Rennens» den berüchtigten Mountain Course unter die drei Räder seiner Schmid-Yamaha. 1979 sah er keine Zielflagge, im Jahr darauf wurde er immerhin 31.

Von 1978 bis 1990 war Stropek bei den Seitenwagen unterwegs und sammelte trotz schmalem Budget eifrig WM-Punkte. 1987 gelang ihm sein bestes Resultat. Gemeinsam mit Hans-Peter Demling wurde er beim Heim-GP auf dem Salzburgring Fünfter. In der Weltmeisterschaftsendwertung war allerdings das Jahr 1981 das Beste. In Österreich und Spanien wurde er jeweils Siebenter, in Finnland Neunter, gesamt ergab das den 13. Platz in der Seitenwagen-WM.

Für dieses Jahr hatte sich Stropek einen Start bei der Classic-TT vorgenommen. Kürzlich war er mit seinem Sohn zum Streckenstudium auf dem kleinen Eiland zwischen Großbritannien und Irland. «Wir sind über tausend Kilometer gefahren. Mario ist gefahren und ich habe versucht, mir die markanten Punkte zu merken. Teilstücke sind mir zwar von früher bekannt vorgekommen, aber an Detail kann ich mich nicht mehr erinnern», gesteht er.

«Für die Classic-TT wird eine Rundenzeit von 26 Minuten 30 Sekunden gefordert. Das traue ich mir durchaus zu.» Trotz seiner Einschätzung bekam er vom Veranstalter eine Absage für das diesjährige Rennen. «Den genauen Grund haben sie mir nicht mitgeteilt. Vielleicht liegt es an meinem Geburtsdatum», vermutet der mittlerweile 72-Jährige. «Ich werde es nächstes Jahr einfach nochmals versuchen.»

Anstatt auf die Isle of Man geht es für ihn in die Vereinigten Staaten von Amerika. «Anfang Oktober werde ich mit meiner Seeley Matchless G50 an den Classic Days auf dem Barber Motorsports Parkway teilnehmen. Dort kann man sich noch gut an meinen zweiten Platz erinnern, den ich 1998 in Daytona erreicht habe. Damals habe ich sogar Gianfranco Bonera hinter mir gelassen», berichtet Stropek nicht ohne Stolz.

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