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Ein sehr wichtiges «Monte»-Kriterium: Reifenwahl

Von Toni Hoffmann
Jari-Matti Latvala bei der Reifenwahl

Jari-Matti Latvala bei der Reifenwahl

Die Wahl der richtigen Reifen ist bei den oft wechselnden Bedingungen bei der Rallye Monte Carlo oft der Schlüssel zum Erfolg.

Trockener Asphalt, Regen, Schnee und Eis: Kein anderer Lauf zur Rallye-Weltmeisterschaft stellt die Teilnehmer bezüglich der Reifenwahl vor größere Herausforderungen als der Saisonauftakt in den Bergen oberhalb des mondänen Mittelmeer-Fürstentums Monaco. Michelin stellt seinen Partnerteams neben dem Asphaltpneu Michelin Pilot Sport auch den Winterspezialisten Michelin Pilot Alpin PA4 zur Wahl – letzterer steht mit und ohne Spikes zur Verfügung.

Die 'Monte' ist die Königin aller Rallyes. Verwinkelte Pisten, enge Serpentinen, rasante Passabfahrten und unnachgiebige Felswände zeichnen sie ebenso aus wie unvorhersehbare Wetterkapriolen. Wer hier gewinnen will, der benötigt Fingerspitzengefühl – am Steuer ebenso wie bei der Wahl der Pneus. Denn trockene Straßen und regennasse Oberflächen wechseln sich nicht selten innerhalb ein und derselben Wertungsprüfung (WP) mit Schnee und Eisplatten ab. Vom perfekten Griff ins Reifenregal kann dann kaum noch die Rede sein, allenfalls vom besten Kompromiss. Bei keiner anderen Rallye spielen die Witterung und die Pneus eine so entscheidende Rolle. Kein Wunder, dass der Rat der Spezialisten von Michelin bei der Rallye Monte Carlo ganz besonderes Gewicht erlangt.  

Spikes sorgen für den Grip  

Normalerweise lässt das Regelwerk in der Rallye-Weltmeisterschaft bei Asphaltläufen nur ein Reifenprofil zu, das in Verbindung mit verschiedenen Laufflächenmischungen auf trockenen wie auf nassen Straßen gleichermaßen funktionieren muss. Die Rallye Monte Carlo macht die große Ausnahme: Hier ist ein zusätzlicher Winterpneu gestattet, der darüber hinaus auch mit Spikes bestückt werden darf.

Bleiben die Strecken schnee- und eisfrei, steht für die World Rally Cars der Partnerteams von Michelin der hochmoderne Michelin Pilot Sport zur Verfügung. Er vereint optimalen Grip im Trockenen mit einem hohen Maß an Sicherheit und Performance auf feuchten Straßen. Hinzu kommen überzeugende Ausdauerqualitäten. Die härtere H4-Variante kommt bei trockenem Wetter und Temperaturen über zehn Grad Celsius zum Einsatz. Die weichere S4-Version entfaltet ihr volles Potenzial bei Temperaturen unter zehn Grad Celsius und bietet auch auf nassen Pisten hervorragenden Halt. Um auf das oft schwierige Wetter bei der Rallye Monte Carlo bestens vorbereitet zu sein, haben die französischen Reifenexperten eine dritte Laufflächenmischung im Gepäck: Der superweiche Michelin Pilot Sport SS4 eignet sich für besonders niedrige Temperaturen um den Gefrierpunkt.  

Der Schneereifen Michelin Pilot Alpin PA4 sowie dessen Serienpendant wurden von den Technikern von Michelin Motorsport und den Ingenieuren aus dem Entwicklungszentrum in Ladoux gemeinsam konzipiert – auf diese Weise profitieren alle Kunden von Michelin unmittelbar von der aktuellsten Technologie aus dem Wettbewerb auf WM-Ebene. Beide Pneus weisen ein ähnliches Laufflächenprofil und gemeinsame Materialien auf. Allerdings ist der Rallye-Reifen nochmals härter im Nehmen als der Serienableger, der natürlich eine wesentliche höhere Laufleistung erreicht. Das tiefere Profil des Schneespezialisten ermöglicht auf verschneiten Pass-Straßen optimalen Grip.

Auf vereisten Strecken dürfen die WM-Piloten eine mit Spikes ausgerüstete Version des Michelin Pilot Alpin PA4 montieren lassen. Ihre 15 Millimeter langen Stahlstifte – 13 Millimeter davon sind im Gummi verborgen – befinden sich auf der äußeren Seite der Lauffläche. Rund 200 Spikes nageln sich regelrecht im Eis fest, das ermöglicht selbst auf spiegelglatten Strecken ausgezeichnete Traktion. Dank eines speziellen, von Michelin entwickelten Verfahrens werden die Stifte besonders sicher im Reifen verankert – für bestmögliche Konkurrenzfähigkeit auch auf langen Wertungsprüfungen ein wichtiges Kriterium.

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