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Auf heikler Mission: Yael Kadashi fährt erste Dakar

Von Kay Hettich
Yael Kadashi will die Flagge Israels bis ins Ziel bringen

Yael Kadashi will die Flagge Israels bis ins Ziel bringen

Als eine von nur zwei Frauen ist Yael Kadashi bei der Rallye Dakar 2024 bereits eine Ausnahmeerscheinung. Aufgrund ihrer israelischen Herkunft ist es bei der fünften Ausgabe in Saudi-Arabien viel mehr als das.

Die Rallye Dakar 2024 verspricht die härteste überhaupt zu werden, denn es sind nicht nur fast 8000 km zurückzulegen, davon 4700 km als gezeitete Wertung, die neu definierte Marathon-Etappe geht außerdem erstmals über zwei Tage. Mit Prolog, zwölf Etappen und einem Ruhetag geht die 46. Ausgabe der härtesten Rallye also über 15 Tage. Auftakt ist am 5. Januar, Zieleinlauf ist am 19. Januar.

Das Teilnehmerfeld der Motorradkategorie wird wie üblich von Männern dominiert, mit Jane Daniels und Yael Kadashi haben sich nur zwei Frauen eingeschrieben. Beide sind erstmals bei einer Dakar am Start.

Die kürzere Anreise hat Kadashi – sie ist eine mutige Israelin und hat sich angesichts der aktuellen Krisensituation ganz bewusst für eine Teilnahme entschieden. «Einige werden sich fragen, ob dies der richtige Zeitpunkt ist, während der Staat Israel mobilisiert, um gegen die Hamas zu kämpfen und die Entführten freizulassen», erzählte Kadashi bei einem Crowdfunding. «Ich selbst habe regelmäßig und dauerhaft als Kämpfer in einer Sondereinheit gedient, sieben Mitglieder meiner engsten Familie wurden eingezogen und nehmen unmittelbar an den Kämpfen teil. Trotz der Sorge um meine Liebsten an der Dakar teilzunehmen, ist mein Beitrag. Nämlich der ganzen Welt zu zeigen, was Frauen in Israel erreichen können. Es gibt nichts Besseres, als zu gewinnen, indem sie an einem Ort Motorrad fahren, an dem Frauen nicht einmal fahren dürfen – eine Herausforderung gegen die Welle des Antisemitismus, die heutzutage über die Welt fegt. Ich sammle Geld, um meinen Traum zu erfüllen – Israel als erste Frau bei der Rallye Dakar zu vertreten, zu gewinnen und bei der Abschlusszeremonie in Saudi-Arabien die israelische Flagge auf dem Podium zu hissen!»

In Vergangenheit starteten Teilnehmer mit einem israelischen Pass bei der Dakar unter fremder Flagge, darunter Yaels Vater 2021. «Für mich wäre es nicht nur ein nationaler Triumph und einer für Frauen, ich werde auch eine Familiengeschichte fortsetzen. Denn der erste Israeli, der vor 30 Jahren an der Rallye Dakar teilnahm und sie beendete, war mein Vater Aviv Kadashi. Jetzt bin ich an der Reihe, das Erbe fortzuführen und meine eigene Geschichte zu schreiben», erklärte die junge Frau. «Das Erste, was mein Vater mir sagte, war: Warum willst du das tun? Weißt du, wie hart es ist? Das ist der Grund, warum ich es machen will. Ich möchte es auch ihm beweisen, aber zuerst möchte ich mir selbst beweisen, dass ich es kann und es will. Vor drei Jahren habe ich meinen ersten Rallye-Raid-Wettbewerb bestritten. Es war von Anfang an klar, dass dies meine neue Mission ist. Die Dakar steht für all die Grenzen, die ich für mich selbst erreichen kann und für eine Sache, die größer ist als ich. Ich bin zu ehrgeizig, um nur ans Ziel zu denken. Ich hoffe, ein gutes Ergebnis zu erzielen.»

Ihr Können stellte Kadashi als beste Frau auf Gesamtplatz 15 bei der Marokko Desert Challenge unter Beweis! Bei der Dakar fährt sie im Team Nomade Racing eine GASGAS.


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