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Reaktionen auf die Rallye Dakar in Saudi-Arabien

Von Toni Hoffmann
Die Rallye Dakar wird ab 2020 für mindestens fünf Jahre in der strengen Monarchie Saudi-Arabien ausgetragen, zu diesem dritten Ortswechsel haben sich einige Spitzenfahrer geäußert.

Die Rallye Dakar verlegt ab 2020 für fünf Jahre ihren Schauplatz in die Wüste von Saudi-Arabien, einem Land mit einer sehr strengen Monarchie. Sie wird dann erstmals mit dem dritten Gebietswechsel nach Afrika und Südamerika im Mittleren Osten ausgetragen. Der neue Rallyeleiter David Castera zeigte sich von den Möglichkeiten dort begeistert. Saudi-Arabien verfügt über 1,4 Millionen km² Wüste. Das miteinbezogene Asir-Gebirge stellt zudem eine besondere Herausforderung dar.

Der dreimalige Sieger Nasser Al-Attiyah aus Katar meint zum neuen Austragungsgebiet: «Ich denke, das wird für alle sehr spannend, weil es ein ganz neues Gebiet ist. Wenn sich die Region ändert, ändert sich auch das Gelände. Ich habe große Erfahrungen mit dem Gelände im Mittleren Osten und speziell auch in Saudi-Arabien. Als zweifacher Gewinner der Hayel Rallye 2008 und 2011 denke ich, ein Experte für den Mittleren Osten zu sein. Bei der nun kommenden Rallye Dakar 2020 rechne ich mir eine große Chance aus, zumal ich mich auch zu den Spitzenfahrern bei der Rallye Dakar zählen darf. Wir werden auf jeden Fall die Rallye in Südamerika mit den großartigen Fans vermissen, aber wir lieben die Rallye Dakar und den Motorsport, und wir werden sie genießen, wo immer sie stattfindet.»

Cyril Despres, fünfmaliger Motorradsieger, führt an: «Als ich zum ersten Mal die Gerüchte hörte, fielen mir ein paar Worte des Gründers der Dakar, Thierry Sabine, ein. Vor langer Zeit sprach er über die Bedeutung dieser Veranstaltung: Wenn man Afrika liebt, wird man auch andere Teile der Welt für sich entdecken. Das ist mir in den Sinn gekommen, als wir zum ersten Mal nach Südamerika gezogen sind, und jetzt, zehn Jahre später, fällt mir das wieder ein.»

Andrea Peterhansel sagt dazu; «Zuerst war ich etwas traurig, weil ich Peru liebe. Ich liebe diese wunderschöne Landschaft, und ich liebe auch die Menschen, die leben mit der Dakar, sie fühlen die Dakar wirklich. Auf der anderen Seite ist Saudi-Arabien ein riesiges Land mit unendlich vielen Möglichkeiten für eine perfekte Route. Ich zähle zu hundert Prozent auf David Castera, er wird eine faire und herausfordernde Dakar schaffen. Wenn es jemand tun kann, dann er.»

Der 13-fache Rekordsieger Stéphane Peterhansel gesteht: «Als ich zum ersten Mal hörte, dass die Dakar nach Saudi-Arabien zieht, war ich etwas überrascht. Das habe ich überhaupt nicht erwartet. Aber dann habe ich mir das Land angeschaut und gesehen, dass es ein sehr schöner Ort für die Dakar ist. In Anbetracht der Tatsache, dass es sich um ein so großes Land handelt, ist die Route mit jeglicher Geländeart wirklich interessant. Die große Wüste gibt mir die Hoffnung, dass die neue Dakar wie Afrika aussieht und sich so anfühlt.»

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