MotoGP: KTM-Rennchef über Regelverstoß

1200-PS-Rakete in Aktion: «Das war abartig und geil»

Von Andreas Reiners
Das Demo-Fahrzeug der DTM Electric

Das Demo-Fahrzeug der DTM Electric

Die Zukunft der DTM wird auch elektrisch sein. Die Premiere der «DTM Electric» mit einem Demonstrationsfahrzeug sorgte beim DTM-Finale für reichlich Aufsehen.

Der Schrei von Daniel war nicht zu überhören. Er war einer der Piloten, die das Auto der «DTM Electric» in Hockenheim fahren durften. Keine Frage: Der Mann hatte Spaß.

«Die Beschleunigung war abartig. Das ist ein sehr geiles Gefühl. Das Auto war von Anfang an überraschend angenehm zu fahren für einen Prototypen, besser als ich mir das vorgestellt habe», sagte Abt. «Es hat einfach richtig viel Spaß gemacht.»

Das Auto leitet bei 880 kW knapp 1.200 PS, und damit nahezu doppelt so viel wie die DTM-Fahrzeuge (über 450 kW). Die Beschleunigung von 0 bis 100 km/h erfolgt in 2,4 Sekunden und ist damit circa 0,4 Sekunden schneller als die des BMW M4 DTM.

«Die Zahlen klingen in der Theorie schon immer so krass. Aber wenn du dann selbst drinsitzt und drückst drauf und er hat eine perfekte Regelung, keinen Schlupf und das Ding schiebt nach vorne, da denkst du dir: ‚Alter Falter, ist das geil‘», so Abt, der weiß: «Klar, da gibt es noch viel, das optimiert wird, bis es ein Rennauto ist. Das hat sich schon jetzt geil angefühlt.»

Auch Timo Scheider, erklärter Petrol Head, saß in dem E-REnner: «Wenn sich ein Allrad-Auto mit 1200 PS in den Asphalt festbeißt und 880 kw freigesetzt werden, dann ist das Karussellfahren auf höchstem Niveau. Knapp zwei Sekunden Beschleunigung: Ich musste mich festhalten, als es losging», sagte Scheider. «Wir können darüber diskutieren, ob Elektro cool ist oder nicht, aber wir müssen die Augen öffnen, das ist die Neuzeit. Das Zeichen für die DTM ist ganz wichtig, für die Zukunft.»

Das Fahrzeug verfügt unter anderem über die bereits im Motorsport erprobte Steer-by-wire-Technologie Space Drive, eine elektronische Lenkung. Ungewohnt für die meisten Fahrer.

«Man sitzt da wie im Simulator drin. Das war das Schlimmste für mich. Ich habe nur gedacht: Wie funktioniert das? Was passiert, wenn sie ausfällt? Aber die Schaeffler-Leute haben mehrere Absicherungen geschaffen, damit so etwas nicht passieren kann», so Scheider.

In seiner Funktion als Entwicklungsträger für die elektrische DTM sind für 2021 Auftritte des Prototypen im Rahmenprogramm der DTM geplant. Ab 2023 könnte die DTM dann als vollelektrische Rennserie an den Start gehen.

«Ich hoffe für die Zukunft des Motorsports, dass die DTM erhalten bleibt, dass die Konzepte funktionieren, und dass ihr den verschiedenen Konzepten eine Chance gebt. Das, was Schaeffler und die DTM präsentiert haben, macht nicht nur Qualm, sondern auch Spaß und wird vielleicht in Zukunft Hersteller anlocken», so Abt.

Die 1200 PS werden es aber nicht alleine richten. «Es sind viele Dinge, die stimmen müssen. Nicht nur der Antrieb entscheidet, ob eine Rennseeire cool ist oder nicht. Die künftige Mischung auf der DTM-Plattform ist geil», so Abt.


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