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Romain Grosjean: Lotus minus Renault-Total = Job weg?

Von Mathias Brunner
Romain Grosjean fährt sich mit dem Lotus E22 die Seele aus dem Leib

Romain Grosjean fährt sich mit dem Lotus E22 die Seele aus dem Leib

Der Genfer Romain Grosjean (28) steht auf den Pannenstreifen seiner Grand-Prix-Karriere: Droht dem WM-Siebten von 2013 im schlimmsten Falle gar die Formel-1-Arbeitslosigkeit?

Zum Glück gibt es die Familie: Romain Grosjean und seine Gattin Marion erfreuen sich an ihrem Sonnenschein Sacha, der langsam das Laufen lernt. Aber so ganz abschalten kann der in Genf geborene Doppelbürger (Schweiz/Frankreich) nicht: seine Zukunft bleibt ungewiss.

«Ich will Rennen gewinnen, also muss ich meine Möglichkeiten prüfen, wie ich diesem Ziel näherkommen kann», sagt der frühere Stallgefährte von Kimi Räikkönen. 2012 und 2013 hat Grosjean an der Seite des Finnen bei Lotus neun Podestränge eingefahren, er brachte alle Zweifler zum Schweigen, die ihm die Fähigkeit aberkennen wollten, ein potenzieller GP-Sieger zu sein.

2014 krebst Grosjean auf Rang 14 der WM-Zwischenwertung herum, mit zwei achten Rängen als einziger Ausbeute. Fast in jedem zweiten Rennen ist er mit dem Lotus ausgefallen. Wutausbrüche über den unzuverlässigen Wagen kommen regelmässig und sind verständlich.
Grosjean sagt: «Ich bin zu 99,9 Prozent sicher, dass es nächstes Jahr besser laufen wird, allein des Motors wegen.»

Aber der Weg zu Romain Grosjean 2015 in einem Lotus-Mercedes ist noch weit.

Bis heute ist die Motorenlieferung nicht bestätigt. Auch Grosjean ist nicht bestätigt, im Gegensatz zu seinem Stallgefährten Pastor Maldonado, der staatlich-venezolanischen Ölfirma PDVSA sei Dank.

Die Fans machen sich zu Recht Sorgen um die Zukunft von Grosjean: Jahrelang wurde Romain von Renault-Ölpartner Total unterstützt – aber wird Total auch bei Lotus bleiben, wenn Renault nicht mehr Motorenlieferant ist?

Schlimmer noch für Romain: Was, wenn das finanzgeplagte Lotus für 2015 nicht nur einen Mietwagenfahrer braucht, sondern zwei?

Ex-Lotus-Teamchef Eric Boullier wollte ihm eine Hintertür des McLaren-Werks in Woking öffnen, doch Honda hat McLaren-Chef Ron Dennis klargemacht: Wir suchen einen Star wie Fernando Alonso, Kimi Räikkönen & Co., Grosjean interessiert in Japan zu wenige Fans.

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