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Crash von Fernando Alonso: Was ist wirklich passiert?

Von Andreas Reiners
Fernando Alonsos Crash sorgt weiter für Spekulationen

Fernando Alonsos Crash sorgt weiter für Spekulationen

Der Unfall von Fernando Alonso hat für zahlreiche Spekulationen gesorgt. Nun sprach sein Manager. Viel schlauer sind wir dadurch nicht.

Die Rätsel um Fernando Alonsos Unfall bei den Formel-1-Testfahrten in Barcelona bleiben. Zunächst hatte sein Team McLaren durch stundenlanges Schweigen und eine anschließende Pressemitteilung für Verwirrung gesorgt. Und für zahlreiche Spekulationen.

Der zweifache Champion hatte seinen McLaren-Honda um 12.34 Uhr auf der Innenseite der schnellen Kurve 3 seitlich an die Wand gesetzt. Die Gründe dafür machten durch Gerüchte und Spekulationen die Runde: Ein Stromschlag, giftige Batterie-Dämpfe oder ein Aufhängungsbruch auf der linken Seite sollen schuld am Abflug gewesen sein.

«Ein solcher Unfall, wie Fernando ihn hatte, kann beim Testen passieren. Glücklicherweise ist er wohlauf. Aber er war bewusstlos beim Crash, das bedeutet, dass er als Vorsichtsmaßnahme eine Nacht im Krankenhaus verbringen muss. Das ist die normale Vorgehensweise nach einer Gehirnerschütterung. Zwangsläufig haben einige Medien die Schwere des Zwischenfalls aufgebauscht – aber es war nur ein normaler Testunfall», teilte McLaren mit.

Den Grund für den Unfall suchte man in der Mitteilung aber vergeblich. Nach Angaben von McLaren hat Alonso bei seinem Unfall eine Gehirnerschütterung zugezogen. McLaren selbst gab zumindest durch die Tatsache, dass Teamkollege Jenson Button nicht mehr auf die Strecke ging, einen Hinweis darauf, dass es womöglich doch ein größeres Problem am McLaren gab.

Am Abend äußerte sich Alonsos Manager Luis Garcia Abad und bestätigte, dass Alonso alle relevanten Tests im Krankenhaus gemacht habe und die Ergebnisse in Ordnung gewesen seien. «Er liegt im Bett, fühlt sich wohl und ist entspannt», sagte der Manager.

Er bezeichnete die Umstände des Unfalls als «völlig normal. Der Einschlag hat alles andere erst ausgelöst. Wir weisen die Berichte zurück, nach denen er sich vor dem Unfall unwohl gefühlt hat», sagte Abad und erwähnte ebenfalls starke Winde, die zu der Zeit auf der Strecke tatsächlich herrschten. Allerdings konnte beispielsweise Sebastian Vettel mit seinem Ferrari die Unfallstelle unmittelbar hinter Alonso problemlos passieren. Vettel sprach dann auch anschließend von einem seltsamen Unfall.

«Das hat wirklich eigenartig ausgesehen, ich habe auch mit Vettel gesprochen, der hinter ihm fuhr und sagte, dass er langsam unterwegs war und schlingerte, bevor er die Wand entlang schrammte», berichtete Sauber-Pilot Marcus Ericsson gegenüber SPEEDWEEK.com.

«Die Telemetrie zeigt, dass er das Auto von links nach rechts herübergezogen hat und in einem bestimmten Moment von der Fahrbahn abgekommen ist», so Abad, für den es wie auch für McLaren «ein normaler Formel-1-Unfall» war. Tatsächlich wirkt es aber, als habe man die Aussagen untereinander abgestimmt. Licht ins Dunkel könnte dann wohl nur noch Alonso selbst bringen, der wahrscheinlich heute schon wieder das Krankenhaus verlassen kann.

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