MotoGP: KTM-Rennchef über Regelverstoß

Raffaele Marciello: «Drei Jahre GP2 sind zu viel»

Von Vanessa Georgoulas
Raffaele Marciello: «Man muss schon eine gewisse Zeit in der GP2 sein, um sich für die Formel 1 vorzubereiten, aber man darf da auch nicht zu lange hängenbleiben»

Raffaele Marciello: «Man muss schon eine gewisse Zeit in der GP2 sein, um sich für die Formel 1 vorzubereiten, aber man darf da auch nicht zu lange hängenbleiben»

Sauber-Ersatzmann Raffaele Marciello durfte beim ersten freien Training zum Barcelona-GP das Steuer von Marcus Ericssons Dienstwagen übernehmen. Hinterher stellte er sich den Fragen der Journalisten.

Dass Raffaele Marciello Nägel mit Köpfen macht, beweist der Blick in seine Erfolgsstatistik. Der 20-jährige Italiener sicherte sich 2013 den Titel in der Formel 3-EM. Schon seinen Einstand in der Vorgänger-Meisterschaft Formel 3 Euroseries war beeindruckend, schliesslich siegte der heutige Sauber-Testfahrer schon in seinem zweiten Renneinsatz am ersten Hockenheim-Wochenende. Am Ende durfte er sich nach sechs weiteren Siegen über den dritten Gesamtrang freuen. 2012 verbesserte er sich um einen weiteren Rang bevor der grosse Triumph folgte.

In noch kürzerer Zeit will Marciello nun den Gesamtsieg in der GP2-Serie schaffen: «Drei Jahre GP2 sind zu viel», erklärte er im Fahrerlager in Barcelona kämpferisch. «Man muss schon eine gewisse Zeit in der GP2 sein, um sich für die Formel 1 vorzubereiten, aber man darf da auch nicht zu lange hängenbleiben. Deshalb muss ich jetzt Punkte holen, es geht um die Wurst.»

Der Start in der höchsten Formelsport-Klasse verlief indes enttäuschend: Im ersten Rennen musste Marciello einen Ausfall hinnehmen, im zweiten Lauf kam er auf dem enttäuschenden 20. Rang ins Ziel. Viel besser verlief sein Formel-1-Einsatz im ersten freien Training zum Barcelona-GP: «Bisher lief es ziemlich gut, ich war nahe an Felipe Nasr dran. Aber es war nicht einfach, konstante Zeiten zu fahren und die Reifen aufzuwärmen. Aber es lief nicht schlecht für mich.»

Marciello gesteht: «Es war natürlich einfacher und lief auch entsprechend besser als im freien Training in Malaysia. Dies einerseits, weil ich die Strecke hier schon kenne und andererseits, weil ich das Auto und seine Grenzen schon kannte. Das war eine grosse Erleichterung.» Dass er gleich nach seinem Formel-1-Einsatz ins Cockpit seines GP2-Renners vom Trident Team springen musste, war kein grosses Problem: «Die Autos sind sich sehr ähnlich, der GP2-Renner ist bloss zwei Sekunden langsamer und auch die Bremspunkte sind in etwa die Gleichen.»

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