Superbike-WM: Toprak erwachte in einem Albtraum

Dominik Vincon (BMW): Nur einmal Punkte in Zolder

Von Esther Babel
Dominik Vincon rutscht auf Gesamtrang 4 zurück

Dominik Vincon rutscht auf Gesamtrang 4 zurück

Im ersten Rennen verhindert ein Unterarm-Kramf ein besseres Ergebnis. Im zweiten Lauf stürzt der Schwabe mit der Stilgenbauer-BMW unverschuldet und kann das Rennen nicht fortsetzen.

Im ersten Zeittraining beim IDM-Wochenende im belgischen Zolder hatte Dominik Vincon mit seiner Stilgenbauer-BMW in der Klasse Superstock noch die Bestzeit geholt. «Aber mir blieb nicht viel Luft», war Vincon schnell klar. «Denn meine Verfolger Marco Nekvasil und Lucy Glöckner waren beide nur innerhalb von 0,261 Sekunden hinter mir.»

«Im zweiten Qualifying setzte ich nochmals auf einen Rennreifen», erklärt der BMW-Pilot weiter. «Ich wollte ihn mit dem Rennsetup nochmals testen, da er im ersten Qualifying nicht hundertprozentig funktioniert hat.» Doch der Schuss ging nach hinten los und der Schwabe rutschte auf den dritten Startplatz zurück.

Im ersten Rennen zeigte Dominik Vincon einen Blitzstart, setzte sich an die Spitze der Superstock-Konkurrenz und fuhr schon in der ersten Runde einen Zwei-Sekunden-Vorsprung heraus. «Diesen Vorsprung konnte bis zur Rennhälfte verteidigen», schildert der BMW-Pilot. «Dann verkrampfte der recht Unterarm und ich konnte die Führung nicht mehr halten. Ich musste Lucy Glöckner sowie Marco Nekvasil passieren lassen.» Somit fuhr der BMW-Pilot wie schon beim ersten Lauf auf dem Lausitzring als Dritter über die Ziellinie.

Vor dem zweiten Rennen bekam Vincon am Unterarm eine Massage verpasst und konnte sich so wieder auf den Kampf ums Podium konzentrieren. «Diese Vorfreude hielt allerdings nur bis zur ersten Kurve», schildert Vincon nach dem Rennen. «Denn unmittelbar vor mir hatte Leon Bovee einen heftigen Hinterrad-Rutscher.» Hierbei kollidierte Vincon mit dem Niederländer und ging zu Boden.

«Ich hatte absolut keine Chance mehr, dem schlagartig langsamer werdenden Leon Bovee auszuweichen», berichtet der Knittlinger. «Ein Weiterfahren war  unmöglich, da die BMW zu stark beschädigt war. Somit musste ich zusehen, wie die Konkurrenten die wertvollen Punkte in der Meisterschaft an sich rissen.»

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