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Jürgen Lingg: «Gonzalez trainiert wie ein Verrückter»

Von Thomas Kuttruf
Das deutsche Intact-GP-Team greift mit Senna Agius und Manuel Gonzalez in der Moto2-WM an. Während Agius am anderen Ende der Welt trainiert, macht sich die Neuverpflichtung in Europa scharf.

In der kleinsten Klasse der Motorrad-WM erlebte das Intact-GP-Team aus Memmingen nach dem Gewinn der Team-WM 2023 auch in der abgelaufenen Saison etliche Höhepunkte. Verantwortlich hierfü zeichnete in erster Instanz Collin Veijer. «CV95» brillierte mit WM-Rang 3.

In der Moto2-WM ging es weniger erfolgreich durch die lange Saison. Außer einem viel beachteten dritten Platz von Rookie Agius bei dessen Heim-GP in Australien war es eine harte Schlacht im Mittelfeld. Zu wenig für die ambitionierte Einheit aus Memmingen.

Da es nicht gelang Collin Veijer bei Intact-GP zu halten – der Holländer wurde mit einem KTM-Vertrag zur Ajo-Struktur gelotst – musste Teamchef Jürgen Lingg einen anderen Toppiloten ins Visier nehmen. Mit Manuel Gonzalez gelang ein verheißungsvoller Vertrag. Mit einem starken Schlussspurt und dem ersten Moto2-Sieg brauste der Quereinsteiger aus der Supersport-WM noch auf Platz 3 der Meisterschaft. Ein Beweis dafür, dass es der Spanier 2025 endgültig allen Piloten zeigen will.

Jürgen Lingg zeigt sich einen Monat vor dem ersten Test in Portimao begeistert von der Einstellung der Neuverpflichtung: «Manuel ist der Wahnsinn. Er trainiert wie ein Verrückter. Schon vor einiger Zeit ist er aus seiner Heimat Madrid in die Nähe von Valencia gezogen, weil dort noch bessere Möglichkeit zum Training existieren. Er nutzt jetzt Chance und schickt mir jeden Tag neue Bilder und enthusiastische Nachrichten.»

Die letzten Nachrichten kamen aus Tavullia. Denn Gonzales war ebenfalls Pilot bei den elitären «100 km dei Campioni». Mit Moto2-Aufsteiger und Landsmann Ivan Ortola preschte die #18 auf den sauberen 12. Platz.

Trotz des Ausstiegs von Husqvarna und einer entsprechend aufwändigen Neuaufstellung zur GP-Saison 2025 und dem auch hieraus resultierenden Stopp des Junioren-Programms sieht Jürgen Lingg das Team in einer hervorragenden Ausgangsposition: «Wir können happy sein. In allen Klassen sind wir sehr stark aufgestellt und mit Manuel und Senna  wird es in der Moto2 extrem interessant. Ich traue beiden viel zu. Einziger Wehrmutstropfen: Wir hätten sehr gerne mit den Junioren weiter gearbeitet. Aber dazu ist derweil alles gesagt.»

Ab Mitte Februar brüllen auch wieder die Motoren in der Moto2 und Moto3. Nach dem ersten Test in Portimao (10. bis 13. Februar) geht direkt im Anschluss weiter auf die Piste von Jerez (18. bis 20. Februar).

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