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Öttl zuversichtlich nach Crash von Moto3-Rookie Pini

Von Thomas Kuttruf
Gerade erst war der Moto3-Vertrag zwischen Intact-GP und Guido Pini abgeheftet, verletzte sich der 17-jährige Italiener bei einem Offroad-Trainingsunfall. Routinier und Teamchef Peter Öttl behält dennoch die Ruhe.

«Grande Casino», rufen die Italiener, wenn es unerwartet aus dem Ruder läuft. Kaum ein anderer Ausdruck trifft die Verletzungssituation des jungen Italieners Guido Pini besser. Gerade erst als sich der Pilot aus der unmittelbaren Nähe der legendären Rennstrecke von Mugello von einer ganzen Serie unglücklicher Unfälle erholt hatte – traf es Pini erneut.

Wie auf SPEEDWEEK.com berichtet, flog der Schützling von Förderer Emilio Alzamora kurz vor Ende des Jahres abermals unglücklich vom Sportgerät. Nach dem Offroad-Crash in Spanien ging es mit Frakturen in beiden Beinen in die Heimat.

Die gute Nachricht: Die Neuverpflichtung der deutschen Intact-GP-Mannschaft ist nun in der Lage, sich auf sein Debüt auf der Moto3-KTM des Memminger Teams vorzubereiten. «Schritt für Schritt» trifft es dabei nicht. Denn aktuell muss die Physio noch sitzend stattfinden.

Dennoch zeigt sich der Vize-Weltmeister der Moto3-Junioren zuversichtlich, sein Rookie-Jahr im GP-Fahrerlager wie geplant in Angriff zu nehmen. Zwar bleiben bis zum ersten Rennen in Buriram noch sechs Wochen Genesungszeit – doch bereits in knapp vier Wochen stehen in Portimao (ab 10. Februrar) und Jerez (ab 18.Februar.) die wichtigen Tests auf dem Plan.

Auch Teamchef Peter Öttl bleibt derweil optimistisch. Gegenüber SPEEDWEEK.com sagte der neue Chef des angeschlagenen Pini: «Natürlich ist die Situation nicht ideal, wir sind aber weiter guter Dinge. Nach Aussagen der Mediziner ist eine Teilnahme beim zweiten Test in Jerez nicht unrealistisch. Es ist noch zu früh, um es zu fix zu planen, aber das ist das Ziel.»

Öttl ergänzt: «Fakt ist, die Saison ist sehr lang, Guido ist noch sehr jung, es ist sein Rookie-Jahr, deswegen gibt es keinen Grund zur Panik. Aber mindestens ein Test vor dem Saisonstart wäre wichtig.»

Der Deutsche angelte sich den Italiener nach einem längeren Vertragspoker. Den entscheidenden Impuls gab dabei der Fahrer selbst. Denn gerade erst 17 geworden, musste sich Pini noch in die Top-3 der Junioren -WM schieben, um überhaupt für die Moto3-WM startberechtigt zu sein. Der Plan ging auf – mit einem fulminanten Endspurt, der nicht nur Peter Öttl begeisterte, holte sich Pini sein WM-Zeugnis.

Ein derart schwieriger Saisonstart ist für den deutschen Teamchef nichts Neues. Vielmehr ist die Lage eine Dublette von 2023. Rookie-Collin Veijer kam verletzt in die Saison, musste den ersten Test auslassen. Doch final entwickelte sich das Jahr bestens. Veijer schaffte seinen ersten GP-Sieg und beendete das Jahr als WM-Siebter.

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