MotoGP: KTM-Rennchef über Regelverstoß

Mike Leitner: «Auch mit Stahlrahmen kommt der Erfolg»

Von Frank Aday
Red Bull KTM-Teammanager Mike Leitner

Red Bull KTM-Teammanager Mike Leitner

In der MotoGP-Klasse geht KTM einen ganz eigenen Weg mit dem Gitterrohrstahlrahmen. «Wir hätten die schnellen Fortschritte mit einem Alu-Rahmen nicht machen können», meint Mike Leitner.

«Die richtige Balance beim Chassis zu finden, ist technische Feinarbeit, weil die Karbonbremsen am Bremspunkt große Steifigkeit verlangen. In maximaler Schräglage muss das Bike aber seitlich flexibel sein, um die Schläge zu dämpfen und den Grip zu erzeugen, den du für eine gute Beschleunigung brauchst», erklärt Red Bull KTM-Werkspilot Bradley Smith. Die Besonderheit an der MotoGP-KTM: der Gitterrohrstahlrahmen.

Hochfester Stahl ist dreimal stärker als Aluminium. Man braucht daher weniger Stahl, um die gleiche Rahmenstabilität wie bei Aluminium zu erzeugen. KTM-Technikchef Sebastian Risse verrät: «Mit Stahl arbeiten wir schon sehr lange und erfolgreich. Wir können sehr schnell auf Bedürfnisse reagieren und die Steifigkeit für die Fahrer individuell anpassen. Wir variieren die Wandstärke, den Durchmesser oder die Position der Rohre. Die Dauer vom Design bis zum fertigen Rahmen ist dabei kurz. Wenn wir das Rohmaterial haben, ist er innerhalb von vier Tagen gebaut. Das ist viel schneller als bei einem Aluminium-Rahmen.»

Lässt sich nach elf MotoGP-Rennen abschätzen, ob der Gitterrohrstahlrahmen die richtige Entscheidung war? «Ich muss sagen, dass ich mich zu Saisonbeginn noch unwohler gefühlt habe bei dieser Frage», erklärte Red Bull KTM-Teammanager Mike Leitner bei «Sport und Talk aus dem Hangar-7» auf Servus TV. «Aber nun bin ich mir ziemlich sicher, dass man auch mit einem Stahlrahmen zum Erfolg kommen kann. In unserer Firma wurde das ja schon in anderen Motorsportarten bewiesen. Sicher, man braucht viel Erfahrung, aber wir haben in dieser Saison schon sehr große Fortschritte gemacht. Wir haben mit einem Rückstand zwischen zwei und zweieinhalb Sekunden begonnen. Jetzt liegen wir bei einer Sekunde. Ich glaube, wir hätten diese Fortschritte mit einem Alu-Rahmen nicht so schnell machen können, denn wir haben in kurzer Zeit sehr viel geändert.»

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