MotoGP: Pedro Acosta über seine Ansprüche

KTM & Co.: Elektro die Zukunft der MotoGP-WM?

Von Sharleena Wirsing
2019 findet zum ersten Mal der «FIM Moto-e World Cup» statt. Die Vertreter der MotoGP-Hersteller Honda, Ducati und KTM sind sich beim Thema Elektro-Motorsport einig.

Die Weiterentwicklung von Elektroantrieb für Motorräder hat inzwischen mächtig Fahrt aufgenommen. E-Motorräder sind ein heißes Thema in der Branche. Auch aufgrund des wachsenden Interesses an der Formel E, plant auch MotoGP-Promoter Dorna einen «Moto-e World Cup» auf zwei Rädern – für die Saison 2019.

Der bisherige Technical Director von Michelin Racing Nicolas Goubert wird als Executive Director diese neue Serie betreuen. Der Franzose verlässt den Reifenhersteller nach 28 Jahren. Es sollen insgesamt sechs Rennen im Rahmen der europäischen Grands Prix bestritten werden. Ein exklusiver Hersteller soll alle 18 Fahrer ausrüsten – mit identischen Elektro-Motorrädern mit mehr als 130 PS.

Viele Motorradsport-Fans kritisieren an der neuen Technik jedoch das Fehlen der grölenden Motoren und den Geruch nach Benzin. «Hoffentlich passiert das nicht, zumindest nicht in allen Klassen. Wenn es eine Elektro-Klasse geben würde, ist das okay. Doch ich bin 53 und würde den echten Motor-Sound vermissen. Das ist meine persönliche Meinung», stellte Livio Suppo klar, der seinen Posten als Repsol-Honda-Teamprinzipal für die Saison 2018 räumt.

«Ich bin 60, also ist es für mich noch schlimmer», ergänzte Ducati-Sportdirektor Paolo Ciabatti. «Ich brauche den Lärm der Motoren.»

KTM-Motorsportdirektor Pit Beirer lachte: «Ich bin 45 Jahre alt und mag Benzin genauso gerne wie Paolo und Livio. Darum bin ich froh, nun in der MotoGP-Klasse dabei zu sein. Diese Motoren haben einen fantastischen Sound. Ich hoffe, dass es sie noch eine ganze Weile geben wird.»

«Ich denke nicht, dass Elektromotoren in den nächsten 15 Jahren für die MotoGP-Klasse eingeführt werden. Das ist meine persönliche Meinung. Doch die Entwicklung von Elektro-Motorrädern wird weiter voranschreiten und großen Einfluss auf andere Bereiche haben», ist Beirer bewusst. «Es gibt fantastische Projekte und großartige Fahrzeuge, die an ganz anderen Stellen eingesetzt werden können als Motorräder. Elektro-Motorräder können in Städten ein Vorteil sein. Aber ich kann mir nicht vorstellen, dass sie unseren geliebten, Benzin verbrennenden Sport übernehmen.»

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