MotoGP: Pedro Acosta über seine Ansprüche

Dovizioso vs. Lorenzo: «Erwachsene reden persönlich»

Von Petra Wiesmayer
Zwischen Jorge Lorenzo und Andrea Dovizioso herrscht weiter dicke Luft

Zwischen Jorge Lorenzo und Andrea Dovizioso herrscht weiter dicke Luft

Nach dem teaminternen Knatsch zwischen Jorge Lorenzo und Andrea Dovizioso am Rande des Grand-Prix-Wochenendes in Malaysia wollte Ducati zwischen den Streithähnen vermitteln – bisher ohne großen Erfolg.

Beim Grand Prix von Malaysia versuchte Jorge Lorenzo am Freitag trotz seiner Handverletzung an den Trainings teilzunehmen. Nach nur wenigen Runden musste der Spanier jedoch einsehen, dass die Schmerzen noch immer zu groß waren. Am Samstag saß dann Testfahrer Michele Pirro auf Lorenzos Ducati. Diese vergeblichen Versuche Lorenzos führten dazu, dass es zwischen ihm und Teamkollege Andrea Dovizioso zu erheblichen Spannungen und zum öffentlichen Austausch von Anschuldigungen kam.

Um wieder Ruhe ins Team zu bringen, wollten die Ducati-Verantwortlichen die Situation schließlich selbst in die Hand nehmen und mit beiden Fahrern sprechen. Bei der EICMA in Mailand trafen der Spanier und der Italiener aufeinander, eine Versöhnung gab es aber nicht.

Zuvor hatte Ducati-Sportdirektor Paolo Ciabatti in der Fabrik in Biorgo Panigale mit beiden gesprochen. «Wir trafen uns getrennt mit den beiden Piloten, aber es gab keine Feuer zu löschen», wird Ciabatti von der spanischen Zeitung Marca zitiert. «Das Team ist wichtiger als das Ego des Einzelnen. Schließlich sind auch Jorge und Andrea Menschen und können in besonderen Situationen unangenehm reagieren. Vielleicht haben sie in diesem Fall nicht gut gehandelt, aber sie respektieren sich gegenseitig, und was zählt, ist, dass wir zu einer gesunden sportlichen Rivalität zurückgekommen sind.»

Ganz so friedlich scheint die Situation nach Jorge Lorenzos Aussagen in Mailand jedoch noch nicht zu sein. «Dovis Aussagen haben mich überrascht und ich glaube nicht, dass er Recht hatte», meinte der Spanier gegenüber Journalisten auf der Messe. «Ducati sagte uns in Brünn, wir sollten nicht schlecht übereinander reden und trotzdem sagte Andrea, was er sagte. Ich möchte nichts weiter dazu sagen, aber ihr wisst, was ich denke.»

Dovizioso lagen offenbar immer noch die Tweets seines Teamkollegen vom Wochenende wie «Wer ist Dovizioso? Ein ehemaliger 125-ccm-Weltmeister?» im Magen. Der 32-Jährige wollte ebenfalls nicht viel zu der Situation sagen: «Ich habe kein Problem. Reife Menschen sprechen persönlich miteinander», war sein einziger Kommentar.

Eine Versöhnung gab es auch hinter den Kulissen bisher nicht, wie Ciabatti bestätigte. Sie würden sich aber schließlich sicher die Hände schütteln, betonte er. «Es ist klar, dass Andreas Aussagen nicht schön waren und auch Jorges Reaktion darauf, der aufgrund seiner Verletzung Rennen auslassen musste. Vielleicht hat Andrea in Malaysia Dinge gesagt, die nicht nötig waren, wir haben aber bereits mit beiden gesprochen und die Situation geklärt.»

Lange müssen es Andrea Dovizioso und Jorge Lorenzo nicht mehr miteinander aushalten Der Mallorquiner verlässt Ducati Ende der Saison und wird 2019 Teamkollege von Marc Márquez bei Honda.

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