MotoGP: KTM-Rennchef über Regelverstoß

Marco Melandri: Als Verschwörungsspinner bezeichnet

Von Maximilian Wendl
Marco Melandri fuhr jahrelang in der Motorrad-Weltmeisterschaft und zuletzt in der Superbike-WM

Marco Melandri fuhr jahrelang in der Motorrad-Weltmeisterschaft und zuletzt in der Superbike-WM

Marco Melandri wurde von Nutzern in den Sozialen Netzwerken unter anderem als Verschwörungsspinner tituliert. Das möchte der ehemalige GP-Pilot nicht auf sich sitzen lassen.

Die Zeiten, in denen Marco Melandri auf der Strecke für Furore sorgte, sind Geschichte. Der Italiener fiel dafür nach einem positiven Corona-Test auf seinem Instagram-Kanal auf. In seinem Post wehrte er sich gegen Nutzer, die ihn als «Corona-Leugner», «Verschwörungsspinner» und «Flacherdler» bezeichnet hatten.

Die wüsten Äußerungen sind darin begründet, dass Melandri sich gegen die Einführung eines sogenannten Grünen Passes in Italien ausgesprochen hatte. Dieses Zertifikat gibt Auskunft darüber, ob eine Person geimpft, getestet oder genesen ist. Melandri schreibt zu den Bezeichnungen: «Ich bin nichts von alledem, sondern setze mich nur für die Wahlfreiheit ein. Das ist in unserer Verfassung so verankert.»

Er rät aber auch dazu, Nachrichten nicht mehr zu verfolgen und führt weiter aus: «Schalten Sie den Fernseher, das Radio und alles andere aus, gehen Sie an die frische Luft und genießen Sie die Natur, sehen Sie mit Ihren eigenen Augen, denken Sie mit Ihrem eigenen Kopf und Sie werden feststellen, dass das Leben weitergeht.»

Nach eigenen Angaben ist Melandri zweifach geimpft. «Ich möchte mir nicht vorstellen, wie es gewesen wäre, wenn ich keine Impfung erhalten hätte. Der Trend zeigt mir aber, dass unsere Rechte nicht mehr existieren. Mit einer Green Card erhält man die Möglichkeit, zu arbeiten oder zu studieren.» Das findet der 250-ccm-Weltmeister von 2002, der inzwischen als Kommentator tätig ist, nicht korrekt, deswegen geht er mit den italienischen Behörden hart ins Gericht und verdeutlicht seinen Standpunkt.

Wenige Tage später machte er sich zudem für Jugendliche stark, die aufgrund der Situation in Italien nicht mehr regelmäßig Sport treiben dürften. «Im Jahr 2026 werden die Olympischen Spiele in Italien stattfinden und wie viele dieser Kinder, die jetzt keinen Sport mehr treiben dürfen, könnten die Gelegenheit bekommen, Italien zu vertreten? Wie oft wurde dank der Sportler die italienische Flagge in die Welt getragen? Ich wiederhole: Sind wir wirklich sicher, dass es sich um einen gesundheitlichen Notfall handelt?»

Nach Angaben der Plattform «Our World in Data» und «JHU CSSE Covid-19 Data» sind bislang 7,97 Millionen Menschen an Covid-19 erkrankt. 140000 Menschen starben.

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