MotoGP: KTM-Rennchef über Regelverstoß

Stefan Bradl (Honda): «Chancen hier? Schwer zu sagen»

Von Günther Wiesinger
Da Alex Rins immer noch seinen Schien- und Wadenbeinbruch von Mugello auskuriert, tritt Stefan Bradl beim Indien-GP bei LCR-Honda an. Was erwartet er von diesem Einsatz?

Stefan Bradl hat in diesem Jahr bereits den Texas-GP für Repsol-Honda-Pilot Marc Márquez bestritten, dort ist er beim Kampf um Platz 9 in der vorletzten Runde gestürzt. Dann trat er beim Jerez-GP mit einer Wildcard des Honda MotoGP Test Teams auf, bei dem jetzt der langjährige Repsol-Honda-Crew-Chief Ramon Aurín als Cheftechniker statt Klaus Nöhles tätig ist, der seinerseits 2023 den Japaner Taka Nakagami bei Idemitsu LCR-Honda betreut. Bradl kassierte in Jerez zwei Punkte für Platz 14 am Sonntag ein.

In Misano schaffte Bradl zuletzt mit einem neuen Chassis den 15. Startplatz, aber im Sprintrennen kam er über Platz 22. nicht hinaus, damit war er bei Honda in guter Gesellschaft: 21. Taka Nakagami. 23. Joan Mir.

Stefan Bradl wird in Indien erst heute beim Technical Debrief mit LCR erfahren, welches Chassis er auf der neuen GP-Piste einsetzen wird. Er könnte auch einen Kalex-Rahmen erhalten wie Ende Juni in Assen, als er als Rins-Ersatz als 13. des GP-Rennens punktete, wenn auch mit 42,5 Sekunden Rückstand.

Die Reifen-Zuteilung für den Indien-GP macht dem Deutschen etwas Sorgen. «Bei der Karkasse haben wir hier von Michelin wegen der Hitze dieselben Konstruktionen wie in diesem Jahr in Österreich. Mit diesem ‘casing’ kommt die Honda nicht so gut zurecht», ahnt er. «Welche Chassis ich hier bekomme – keine Ahnung.»

«Natürlich sind WM-Punkte immer das Ziel. Das wäre schön. Aber zuerst geht es darum, am Freitag in den verlängerten Trainings einmal die Strecke kennenzulernen und zu schauen, wie man zurechtkommt. Was die Chancen hier betrifft, kann ich vorläufig nicht viel sagen. Ich denke, beim zweiten LCR-Einsatz nächste Woche in Japan geht vielleicht ein bisschen mehr. Ich muss mich hier zuerst wieder an die Arbeitsweise und die Personen bei LCR gewöhnen. Wichtig ist, dass man ein solides Wochenende hinbringt.»

Stefan Bradl war von 2012 bis 2014 drei Jahre lang als Stammfahrer mit HRC-Vertrag bei LCR-Honda unterwegs, dann ersetzte er 2018 in Sepang und Valencia den verletzten Cal Crutchlow.

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