MotoGP: Pedro Acosta über seine Ansprüche

Valentino Rossi: «Ich will um Siege kämpfen»

Von Günther Wiesinger
Rossi verbremste sich in der Anfangsphase und fiel zurück; vorne Bradl

Rossi verbremste sich in der Anfangsphase und fiel zurück; vorne Bradl

Valentino Rossi machte im Rennen in Katar in der Anfangsphase einen Fehler und musste wieder aufholen. Dabei zeigte er deutlich: Er hat von seinem Kampfgeist nichts eingebüsst.

Mit Rang 2 in Katar hat Valentino Rossi alle Zweifler das Maul gestopft.  Der 34-jährige Italiener begeistert das Publikum immer noch, er ist die Vorzeigefigur des MotoGP-Sports. Oder wie der grandiose Marc Márquez so gern und treffend sagt: «Valentino ist Valentino.»

Valentino, was entgegnest du jetzt jenen Leuten, die vor ein paar Wochen noch gesagt haben, Rossi wird langsam zu alt. Fühlst du dich immer noch stark genug, um Weltmeister zu werden?
Leider bin ich ziemlich alt, das ist wahr... Aber ich fühle mich sehr gut. Ich denke, die mentale und die körperliche Verfassung spielen eine grosse, wichtige Rolle. Von diesem Standpunkt aus bin ich in guter Form. Besonders die Motivation hat einen grossen Anteil am Erfolg. Die Motivation, um alles möglich zu machen, damit ich an der Spitze bleiben kann. Und an dieser Motivation mangelt es bei mir in keiner Weise.

Jorge Lorenzo tritt dir gegenüber sehr artig auf. Hast du deine Einstellung ihm gegenüber geändert?

Ja, auf jeden Fall. Schon in den letzten zwei Jahren. Ich hatte viele Probleme, aber Jorge ist mir gegenüber immer freundlich geblieben. Es war keine Schadenfreude zu sehen. Und auch als sich abgezeichnet hat, dass ich zu Yamaha zurückkehre, hat er sich glücklich gezeigt.
Deshalb glaube ich, wir können in den nächsten zwei Jahren ein gutes Team bilden.

Das Eis zwischen euch beiden ist geschmolzen. Du hast erste Antworten bekommen, denn du warst gespannt, wie sich euer Verhältnis nach der Wiedervereinigung gestalten würde?

Bisher bin ich sehr zufrieden. Und die andere Antwort, die ich haben wollte, betraf das Motorrad. Es hat sich gleich beim ersten Sepang-Test abgezeichnet, dass wir sehr konkurrenzfähig sein werden. Wir waren ziemlich schnell. Trotzdem kommt die endgültige Wahrheit erst beim Saisonauftakt ans Tageslicht. Und dort haben wir die nächste Bestätigung erhalten.

Was fehlt der Yamaha YZR-M1 zum perfekten Motorrad?

Meine M1 ist grossartig. Die Balance ist sehr gut, sie ist benutzerfreundlich. Sie lässt sich einfach ans Limit bringen. Natürlich gibt es ein paar Ansatzpunkte, die wir verbessern müssen, die Stabilität beim Beschleunigen zum Beispiel, dazu die Traktion, wir müssen schneller aus den Kurven rauskommen, wir brauchen mehr Top-Speed. Denn auch die Konkurrenz wird laufend stärker.

Was erwartest du von dieser Saison?

Ich hoffe, dass ich mir die Freude am Rennfahren erhalte. Das war mein vorrangiges Ziel, als ich wieder bei Yamaha unterschrieben habe: Und dass ich regelmässig um Podestplätze und ein paarmal um Siege fighten kann. Dann werden wir sehen, wo wir am Jahresende in der WM-Tabelle stehen.

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