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Marc Márquez: «Ich habe hart gepusht»

Von Günther Wiesinger
Aragón-GP: Lorenzo führt, hinter ihm gerieten sich später Márquez und Pedrosa in die Haare

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WM-Spitzenreiter Marc Márquez stoppte den Siegeszug von Jorge Lorenzo zum richtigen Zeitpunkt. Aber der Sieg hat einen üblen Beigeschmack.

Marc Márquez schilderte den Vorfall, der zur Kollision mit Dani Pedrosa in Runde 6 führte, folgendermassen: «Ich kam zum Bremspunkt, ich begann zu bremsen, ich habe Dani fast berührt. Ich habe das Motorrad rasch aufgerichtet, um einen Zusammenstoss zu vermeiden, dabei kam es zu einer ganz leichten Berührung. Das war wirklich nichts Schlimmes... Ich musste geradeaus und einen weiten Umweg fahren.»

«Als ich nach dem rennen zum Parc Fermé gekommen bin, hat mich das Team informiert, dass ich sein Kabel von der Traction Control berührt habe. Das ist seltsam. Denn so etwas ist noch nie passiert. Als er dann das Gas aufgedreht hat, ist er gestürzt, weil die elektronische Traction-Control nicht mehr funktioniert hat.»

Die Elektronik sorgt üblicherweise dafür, dass in jeder Kurve bei einer bestimmten Schräglage nur so viel Motorleistung zur Verfügung gestellt wird, wie der Hinterreifen in dieser Situation verkraften kann.

Pedrosa drehte also das Gas wie gewohnt voll auf, aber die Traction-Control griff nicht ein...

Márquez: «Das war ein ungewöhnlicher Vorfall. So etwas ist noch nie vorgekommen. Jorge hat dann einen grossen Vorsprung rausgeholt. Ich habe dann hart gepusht, um die Lücke zu schliessen. Er schien mich dann ein bisschen aufzuhalten... Er war in dieser Runde ziemlich langsam, Ich habe ihn dann in Runde 14 überholt. Nachher habe ich den Rhythmus beibehalten.»

Marc Márquez hat Lorenzos Siegesserie gestoppt, bevor diese richtig ausarten konnte, er hat den Vorsprung wieder auf 39 Zähler vergrössert. «Das war ein sehr wichtiges Rennen. Besonders weil Jorge zuletzt zweimal gewonnen hat. Ich musste einen weiteren Sieg von Jorge verhindern, sonst wäre sein Vertrauen noch grösser geworden. Fünf Punkte mehr, das war wichtig vor den drei Übersee-Rennen.»

Er sei enttäuscht wegen des Zwischenfalls mit Dani Pedrosa, versicherte Márquez. Tieftraurig wirkte er bei dieser Aussage freilich nicht.

«Es ist schade, denn er ist mein Teamkollege. Aber es ist noch nie passiert, dass bei so einer Berührung das Kabel für die Traction-Controil abgerissen ist. Ich war neben der Piste, als ich Dani plötzlich stürzen sah... Es war ein komischer Sturz. Nachher habe ich die Sache mit dem Kabel erfahren.»

Márquez freut sich jetzt auf Sepang. «Dort habe ich im Winter dreimal getestet. Ich möchte rausfinden, wie sich seither mein Fahrstil verändert hat.»

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