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Die Zeit nötigte ihn: Loris Baz wollte unterschreiben

Von Ivo Schützbach
Loris Baz auf dem Phillip Island Circuit

Loris Baz auf dem Phillip Island Circuit

Nach drei Jahren in der MotoGP-Klasse kehrte Loris Baz für 2018 in die Superbike-WM zurück. Er verhandelte mit Red Bull Honda und MV Agusta, entschied sich aber für Althea BMW. SPEEDWEEK.com verriet er warum.

An der am morgigen Freitag beginnenden Superbike-WM 2018 nehmen zwar sieben Hersteller teil, BMW wird aber nur mit einem Motorrad im Team Gulf Althea vertreten sein. Mit Loris Baz hat Teamchef Genesio Bevilacqua einen Laufsieger unter Vertrag, der 25-Jährige gewann auf Kawasaki zwei Rennen und eroberte 14 Podestplätze.

SPEEDWEEK.com sprach mit dem Franzosen.

Loris, bevor du bei Althea BMW unterschrieben hast, liefen auch Verhandlungen mit MV Agusta und Red Bull Honda. Wie nahe warst du dran, bei einem dieser Teams zu unterschreiben?

Ich habe viel mit ihnen geredet, bei MV Agusta war ich näher an einem Vertrag als bei Honda. Als die Superbike-WM in Jerez fuhr, war mein Manager dort, ich war da in Australien. Als mich Genesio Bevilacqua das erste Mal anrief, ging alles sehr schnell. Ich kenne ihn gut, seine Pläne gefallen mir, ich entschied mich zu unterschreiben. Ich hätte auch zuhause sitzen und warten können, dass mich ein Team anruft und ich als Ersatzfahrer einspringe. Aber ich wollte die Saison von Anfang an bestreiten.

Genesio war von Anfang an ehrlich zu mir, er versprach mir kein Werksteam oder Ähnliches.

Macht es finanziell einen großen Unterschied für dich, ob du in einem B-Team MotoGP- oder für Althea Superbike-WM fährst?

Sicher, das ist negativ für mich. Bei anderen Teams hätte ich mehr Geld verdient, auch bei den Superbikes. Natürlich ist Geld wichtig, aber ich schaue nicht nur darauf. Ich schaue auch auf andere Dinge. Sonst wäre ich vor drei Jahren bei Kawasaki geblieben und nicht in die MotoGP-WM gegangen.

Du bist der einzige Fahrer im Team: Ist das ein Nachteil? Du kannst mit niemandem deine Daten vergleichen.

Das kann man so und so sehen. Wenn du deine Daten mit jemandem vergleichst, der ganz anders als du fährt, dann hast du auch nichts davon. Oder du arbeitest in die falsche Richtung.

Es gibt Vor- und Nachteile, wenn man alleine ist. So wie das Team aufgestellt ist, bevorzuge ich es alleine zu sein.

Durch das Kundensportprogramm ist BMW in der Entwicklung sehr eingeschränkt. Machst du dir keine Sorgen, das von dieser Seite zu wenig kommt, um konkurrenzfähig zu sein?

Wir geben unser Bestes, das Motorrad hat einiges Potenzial. Mal sehen, was nächstes Jahr Sache ist. Vielleicht können wir BMW dazu motivieren, sich mehr einzubringen mit mehr Werksengagement. Unser Paket ist wie es ist, wir werden das Beste daraus machen.

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