MotoGP: KTM-Rennchef über Regelverstoß

Kawasaki-Manager: «Das wäre schlecht fürs Team!»

Von Kay Hettich
Alex Lowes vor Jonathan Rea – eine Herausforderung für Kawasaki

Alex Lowes vor Jonathan Rea – eine Herausforderung für Kawasaki

Bei Kawasaki hat man bereits schlechte Erfahrung mit zwei starken Piloten im Team gemacht. Was 2015 Jonathan Rea für Tom Sykes war, könnte 2020 Alex Lowes für den Rekordweltmeister werden.

Alex Lowes gelang im Kawasaki-Werksteam ein Einstand nach Maß. Beim ersten Saisonmeeting auf Phillip Island holte der langjährige Yamaha-Pilot im ersten Rennen Rang 2 auf dem Podium (nur 0,007 sec hinter Sieger Toprak Razgatlioglu), im Superpole-Race erreichte er den vierten Platz und im zweiten Lauf stürmte der 29-Jährige zum Sieg.

Mit 51 Punkten ist Lowes WM-Leader. Rekordweltmeister Jonathan Rea rangiert mit 32 Punkten auf WM-Rang 4.

Fast ist es so, als würde sich die Geschichte wiederholen: 2015 war es Rea, der den damaligen Platzhirsch bei Kawasaki, Tom Sykes, am ersten Rennwochenende der Saison in den Schatten stellte.

Ob Lowes auch weiterhin auf – oder über – dem Niveau des fünffachen Weltmeisters fahren wird, bleibt abzuwarten. Teammanager Guim Roda geht aber sehr wohl davon aus.

«Wir haben in unserem Team zwei Piloten mit dem Potenzial auf Siege – das akzeptieren wir», sagte der Spanier bei WorldSBK.com. «Wir müssen nur an ihre Verantwortung appellieren. Sollten sie auf der Piste gegeneinander kämpfen, müssen sie verstärkt aufpassen und Fehler vermeiden, denn das wäre fürs Team echt schlecht.»

Roda spricht sich gegen Teamorder aus und hofft, dass es zwischen den beiden Briten friedlich zugehen wird.

«Wenn Teamkollegen um den Sieg kämpfen, ist das Risiko fürs Team natürlich höher, aber das müssen wir aushalten», meinte Roda weiter. «Wir müssen uns immer daran erinnern, dass die Motivation der Piloten letztendlich auch das Interesse des Teams und des Herstellers widerspiegelt. Dass sie Verantwortung tragen, haben sie verstanden. Sie gehen mit dem Risiko ans Limit, gehen aber nicht darüber hinaus. Wir bitten sie fair und klug zu sein, um gemeinsam zu gewinnen.»


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