MotoGP: KTM-Rennchef über Regelverstoß

Kove, QJ, CFMoto: China drängt in den SBK-Kalender

Von Ivo Schützbach
QJ Motor hat sich viel Unterstützung aus Europa gesichert

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Chinesische Motorradhersteller haben die seriennahe Weltmeisterschaft für sich entdeckt und nicht nur sie wünschen sich ein Superbike-Meeting im Reich der Mitte. Der Stand der Dinge.

Ob Sepang in Malaysia, Buriram in Thailand oder Mandalika in Indonesien – alle jüngsten Versuche der Dorna, die Superbike-WM dauerhaft in einem asiatischen Land zu etablieren, schlugen fehl. Dabei ist die Motorrad-Begeisterung in Asien gigantisch.

Inzwischen rückt immer mehr China in den Fokus der Dorna. Denn mit Kove (seit 2023 in der Supersport-WM 300) und QJ Motor (in der Supersport-WM 2024) sind bereits zwei chinesische Hersteller in die seriennahe Weltmeisterschaft eingestiegen. CFMoto könnte diesem Beispiel folgen, dann aber in der Superbike-Kategorie – auf der Motorradmesse Eicma im November wurde ein geeigneter V4-Motor präsentiert.

Und schon im Juni 2023 schloss die spanische Agentur eine Vereinbarung mit China Sports Media (CSM) für die Live-Berichterstattung via Streaming auf Douyin, dem chinesischen Pendant zu TikTok mit einer gigantischen Reichweite.

Im Kalender der Superbike-WM 2025 ist Phillip Island aber das einzige Überseerennen. Mit einem Event in China würde die Dorna auch bei BMW & Co, offene Türen einrennen. Doch derzeit verfügt keine Rennstrecke in China über die für die Superbike-WM notwendige Stufe-A- oder B-Homologation des Weltverbands FIM, doch diese wäre für große Strecken wie Shanghai oder Zhuhai leicht zu bekommen.

Im Gespräch ist auch um eine Strecke im Großraum Chengdu, der Hauptstadt der Provinz Sichuan. Chengdu liegt nordwestlich von Chongqing, dem Sitz vieler chinesischer Motorradhersteller, und hat über 20 Millionen Einwohner. Die Piste verfügt jedoch bis jetzt nicht über die erforderliche Länge, soll aber auf 5 km erweitert werden.

«Mit bald drei chinesischen Herstellern werden wir einen Weg finden, in China anzutreten», unterstrich ein hochrangiger Dorna-Mitarbeiter gegenüber SPEEDWEEK.com. «Es sollte auch egal sein, dass die Strecke nur 3 km lang ist, dann fahren wir halt mehr Runden. Denn jeder wird zustimmen, dass China ein wichtiger Markt ist. Aber dafür braucht es auch Leute, um den Event vor Ort zu managen. Und es braucht Streckenposten, was wegen der Sprachbarriere nicht einfach ist. Wir haben eine Meisterschaft und eine Strecke – der Rest ist Politik.»

Es spricht vieles dafür, dass wir 2026 ein Meeting der Superbike-WM in China erleben werden.

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