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BMW: Toprak Razgatlioglu sorgt für Abstrahleffekte

Von Ivo Schützbach
Superbike-Weltmeister Toprak Razgatlioglu hat mit seiner offenen und nahbaren Art im Sturm die Herzen zahlreicher Fans erobert. Wer ihn trifft, merkt schnell: Da ist nichts aufgesetzt oder gekünstelt.

Im Vorfeld der Präsentation des ROKiT-Teams besuchten Toprak Razgatlioglu und Michael van der Mark das BMW-Werk in Berlin, der Weltmeister erfreut sich dort nicht nur unter den türkischstämmigen Mitarbeitern größter Beliebtheit.

«Bei Toprak ist nichts einstudiert», hielt BMW-Rennchef Sven Blusch im Gespräch mit SPEEDWEEK.com fest. «Er ist so eine Persönlichkeit. Als er das Werk besuchte, stoppten sie das Band, es bildete sich eine Riesentraube um ihn und er nahm sich für jede Person Zeit. Ihm ist es völlig egal, wer was für einen Job hat, das ist sehr besonders.»

Nach der Präsentation in der BMW Motorrad Welt nahmen sich neben den beiden Superbike-WM-Piloten auch die vier Endurance-WM-Werksfahrer Markus Reiterberger, Sylvain Guintoli, Steven Odendaal und Hannes Soomer eine Stunde lang Zeit, um Autogramme zu schreiben.

Toprak hatte der BMW-Belegschaft schon zuvor Rosen gestreut. «Nicht nur die Leute im Rennteam leisten hervorragende Arbeit, sondern auch die vielen Menschen im Hintergrund», betonte der 57-fache Laufsieger. «Jeder Einzelne ist wichtig und trägt zum Erfolg bei.»

Dass Razgatlioglu zum goldenen Kind der Superbike-WM wurde und sich größter Beliebtheit erfreut, liegt nicht nur an seinen Erfolgen und seiner spektakulären Fahrweise.

«Toprak ist eine spezielle Persönlichkeit und hat auch eine große Reichweite auf Social-Media», erklärte Blusch. «Die Kombination aus dem Titel und ihm als Person hilft uns beim Thema Strategie, weil das aufzeigt, wie positiv der Abstrahleffekt des Motorsports auf die ganze Marke sein kann. Toprak ist eigentlich ein schüchterner Typ, aber er wurde zum Showman. Das kommt mit dem Selbstbewusstsein, aber bei ihm ist das ganz natürlich. Toprak ist pur. So etwas hat man selten, auch das macht ihn so besonders für uns.»

Dass BMW nach dem Wechsel des Bonovo-Teams zu Ducati nur noch zwei M1000RR in der Startaufstellung hat, stellt laut Blusch kein Handicap dar. «Wie wir auf der technischen Seite jetzt mit unserem ROKiT-Team und dem Testteam dastehen, sind wir sehr, sehr gut aufgestellt», ist der Norddeutsche überzeugt. «Da ist in den vergangenen zwei Jahren sehr viel Arbeit reingeflossen und es wurde ein sehr guter Job gemacht. Auch wenn wir dieses Jahr nur zwei Bikes im Startfeld haben, glauben wir, dass wir auf dem gleichen Level unterwegs sein können. Was die Zukunft betrifft – das ist ein Thema der Strategie, wie wir diesbezüglich vorgehen wollen.»

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