MotoGP: KTM-Rennchef über Regelverstoß

Andreas Mikkelsen: »Habe meine Lektion gelernt«

Von Christian Schön
Sportkommissare setzen ein Zeichen gegen extreme Abkürzer

Inboard-Aufnahmen können verräterisch sein. Als sich die Sportkommissare die Bilder aus dem Cockpit von Andreas Mikkelsen vom Donnerstagnachmittag ansahen, stockte ihnen der Atem. In der zweiten Wertungsprüfung hatte der Norweger eine Kurve nicht nur geschnitten, sondern eine ausgewachsene Abkürzung mitten über eine Wiese genommen. »Das war unüberlegt von mir, es tut mir leid«, sagte Mikkelsen hinterher.

Am späten Freitagabend fällten die drei Offiziellen – unter ihnen der frühere Beifahrer des zweimaligen Weltmeisters Marcus Grönholm, TimoRautiainen – ihr Urteil: Mikkelsen muss 5.000 Euro Strafe zahlen und erhält eine Bewährungsstrafe. Sollte er 2014 noch einmal bei einer solchen Aktion erwischt werden, würde er zumindest für die betreffende Rallye aus der Wertung genommen.

Angesichts der von den Kommissaren betonten »Schwere des Vergehens sowie des damit verbundenen Risikos« kam Mikkelsen noch einmal mit dem sprichwörtlichen blauen Auge davon. Dem VW-Werkspiloten wurde wohl angerechnet, dass er den Vorwurf ohne Ausreden zugab und sich entschuldigte.

»Ich habe meine Lektion gelernt, die Strafe akzeptiere ich voll und ganz«, gab er sich reumütig und fand sogar einen positiven Aspekt des Vorfalls. »Die Sportkommissare haben ein Zeichen gesetzt. In Zukunft wissen wir Fahrer alle, dass solche Abkürzer nicht mehr geduldet werden.«

Bisher war die Reaktion der Offiziellen auf derartiges Verhalten nämlich durchaus unterschiedlich, normalerweise blieb es bei Verwarnungen. Darauf sollten sich die WM-Piloten ab sofort nicht mehr verlassen.

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