MotoGP: Pedro Acosta über seine Ansprüche

Stefan Bradl: «Das schwärzeste Wochenende»

Von Günther Wiesinger
Ärgerte sich: Stefan Bradl

Ärgerte sich: Stefan Bradl

Stefan Bradl war nach dem Sturz in der Anfangsphase des Jerez-GP untröstlich. «Der Vorderreifen knickte dauernd ein», sagte er.

«Ich habe schon in den ersten zwei Runden gemerkt, dass der Vorderreifen dauernd einknickt. Und glaubt mir, ich wollte dieses Rennen unbedingt beenden. Ich habe nicht gepusht, ich war nicht schneller als in der Runde vorher, als ich in Turn 9 vorne weggerutscht bin. Der einzige Unterschied, Bautista war unmittelbar vor mir», erzählte Stefan Bradl, als er mit zerschundener Lederkombi in der Box erschien. «Ich war auch vorne nicht mehr auf der Bremse, wenn ich mich richtig erinnere. Ich habe den Rutscher fast noch abfangen können... Mir fehlen die Worte. Das ist das schwärzeste Wochenende für mich, seit ich MotoGP fahre. Lieber komme ich als Neunter oder Zehnter ins Ziel und nehme ein paar Punkte mit.»

«Ich habe das Tempo von Bautista eigentlich gut mithalten können», stellte Bradl fest. «Aber der Vorderreifen hatte immer die Tendenz zum Wegrutschen. Auch in der Kurve 7 hatte ich einen Rutscher, aber den konnte ich noch abfangen. In Kurve 9 ist das auf einen Schlag passiert, ich habe das nicht erwartet. Ich galube nicht, dass ich einen grossen Fehler gemacht habe.»

Teambesitzer Lucio Cecchinello: «Stefan, wir hatten nicht das beste Wochenende. Ich mache dir keinen Vorwurf. In Le Mans kann alles anders ausschauen. Wenn es kühler ist, haben wir auch kein Problem mit dem Vorderreifen.»

Bradl: «Ich bin den harten Vorderreifen gefahren, aber selbst der ist noch zu weich für mich. Ich leide darunter mehr als die andern Fahrer. Weil ich den Vorderreifen mit meiner Fahrweise sehr stark belaste.»

«Ich habe Stefan in der Früh noch gesagt, wenn du hier Siebter, Achter oder Neunter wirst, ist das okay», bemerkte Lucio Cecchinello, mit leiser Enttäsuchung in der Stimme. «Unser Potenzial ist grösser, aber jetzt schauen wir weiter. Morgen wird hier getestet, in Le Mans machen wir den nächsten Versuch... Wir haben alles, was man zum Erfolg braucht. Konkurrenzfähiges Material, einen starken Fahrer, ein professionelles Team.»

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