MotoGP: KTM-Rennchef über Regelverstoß

«Gesucht und gefunden»

Von Peter Hesseler
Berger lässt nichts auf Vettel kommen

Berger lässt nichts auf Vettel kommen

Der ehemalige F1-Star und Vettel-Chef Gerhard Berger über Sebastians dritten Titelgewinn – und dessen Symbiose mit Red Bull Racing.

Gerhard Berger (210 GP, 10 Siege) gilt als Entdecker – oder Steigbügelhalter – des jungen Sebastian Vettel, gab dem Heppenheimer 2007 und 2008 bei Toro Rosso, wo er als Miteigentümer fungierte,  eine Chance und bereute es nie.

Der 53-jährige Tiroler ist stets Vettel-Fan geblieben, auch nach seinem Rückzug aus dem Formel-1-Geschäft. Und er hat die Karriere seines ehemaligen Schützlings intensiv verfolgt. Gerhard sagt zur Einordnung von Sebastians drittem Titelgewinn: «Der Titel diesmal ist anders als die beiden zuvor zu bewerten. Der Red-Bull-Racing-Renault war am Anfang der Saison nicht das schnellste Auto. Sebastian musste Punkte sammeln, so gut es ging. Er holte das Maximale heraus. Gleichzeitig musste er das Team motivieren, um den technischen Nachteil, den Red Bull am Anfang der Saison hatte, aufzuholen. Das hat er alles wunderbar hingekriegt. Als das Auto nach der Sommerpause wieder auf gewohntem Niveau war, fuhr Sebastian auf Pole-Position und gewann viermal hintereinander. Er holte wieder das Maximale heraus. Und wurde so verdient Weltmeister.» 
 
Berger kann die Nörgler nicht verstehen, die Sebastian gerne und immer wieder unterstellen, er könne nur mit dem besten Auto gewinnen: «Das ist totaler Blödsinn. Erstens: Mark Webber, ein sehr guter Rennfahrer, hatte das gleiche Auto wie Vettel und hat die WM nicht gewonnen. Zweitens: Man kann genauso sagen, der Newey kann nur mit Vettel gewinnen. Drittens: Red Bull gewinnt nur, weil sie Vettel und Newey haben. Viertens: Man könnte genauso sagen, Vettel und Newey können ohne Red Bull nicht gewinnen. Das sagt doch alles. »

Auf die Frage, ob er 2008 schon geahnt habe, dass er mit Sebastian einen ganz speziellen Rennfahrer an der Angel hatte, sagt Gerhard im selben Interview mit TZ München: «Absolut. Deshalb haben wir auch gekämpft, ihn zu behalten. Was man aber 2008 noch nicht hat absehen können, war, dass Red Bull Racing so ein starkes Team wird. Aber glauben Sie, dass es Zufall ist, dass Red Bull im gleichen Jahr so stark wurde, als Vettel dort das erste Jahr fuhr? War es nicht. Mit Red Bull und Vettel haben sich zwei gesucht und gefunden.»

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