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Lotus: Jerez statt Bahrain, Renault sucht Genugtuung

Von Mathias Brunner
Die unterschiedlich lange Nase des neuen Lotus E22 von Romain Grosjean und Pastor Maldonado wird nicht erstmals in Bahrain im Fahrtwind stehen – sondern in Spanien.

Lotus ist der einzige Formel-1-Rennstall, der sein neues Modell nicht beim ersten Wintertest in Jerez im Einsatz hatte. Vor dem Hintergrund der gewaltigen Probleme von Renault kann das Fluch und Segen zugleich sein: Ein Segen, weil Renault-Partner wie Red Bull Racing und Toro Rosso kaum zum Fahren gekommen sind (insgesamt nur 21 Runden an vier Tagen für Weltmeister Red Bull Racing). Ein Fluch, weil Lotus alle kleinen Problemchen, die bei der Konkurrenz bereits aufgetaucht sind, erst noch kennenlernen muss.

Die meisten Formel-1-Kenner gingen davon aus, dass dies ab 19. Februar in Bahrain passieren würde. Doch dem ist nicht so: Lotus will Ende dieser Woche in Spanien den so genannten Filmtag einlösen – einen Tag, der den GP-Teams offiziell zur Verfügung steht, um Werbeaufnahmen zu drehen. Erlaubt sind an einem solchen Tag maximal 100 Kilometer, gefahren wird auf steinharten Demo-Reifen. Lotus wäre aber nicht das erste Team, das einen solchen Tag nutzt, um den Tücken der Technik auf die Spur zu kommen (so nebenher wird dann auch noch gefilmt).

Eine ganze Weile lang wurde beraten, wo gefahren werden soll: Barcelona wäre am 7. Februar frei (vorher und nachher nicht), Jerez ebenso. Doch beide Rennstrecken haben den Nachteil, dass viele neugierige Augen in der Nähe lauern. Besser abgeriegelt werden kann die Anlage von Idiada, auf halbem Weg zwischen Barcelona und Tarragona.

Inzwischen ist die Entscheidung gefallen: Lotus fährt in Jerez. Unter anderem deshalb, weil Renault gut zehn Tage nach dem Beginn des Testdebakels direkte Vergleiche auf der Piste sammeln will. Lotus plant, die Arbeit auf zwei Tage zu teilen. Sollte es bei Lotus so laufen, wie in der Vorwoche bei Red Bull Racing, Toro Rosso und Caterham, wird man diese zwei Tage auch bitter benötigen.

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