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Schumi im Koma: Ex-F1-Rennarzt zeichnet düsteres Bild

Kolumne von Mathias Brunner
Nach schweren Vorwürfen und düsteren Prognosen von Ex-Formel-1-Arzt Prof. Gary Hartstein nimmt Schumi-Managerin Sabine Kehm Stellung: «Wir bleiben optimistisch.»

Die Vorwürfe sind gravierend: Der frühere Formel-1-Arzt Professor Gary Hartstein (58) hatte nach dem schweren Skiunfall von Michael Schumacher am 29. Dezember 2013 in einem seiner Blogs unterstellt, dass bei der Erstversorgung des Deutschen Fehler gemacht worden seien. Insbesondere kritisierte der US-Amerikaner, dass Schumacher nicht sofort in die auf Kopfverletzungen spezialisierte Universitäts-Klinik von Grenoble gebracht wurde. Schumacher wurde nach der Erstversorgung auf der Piste zunächst per Helikopter in ein Krankenhaus in Moûtiers und erst dann in die Universitäts-Klinik von Grenoble geflogen.

«Fehleinschätzungen könnten den Ausgang in Michaels Fall verschlechtert haben», schrieb der Arzt in seinem Blog, ohne jedoch auf Details einzugehen.

Hartstein sprach auch darüber, dass die spärliche Information über den Zustand des siebenfachen Weltmeisters bei der Öffentlichkeit den Nebeneffekt haben könnte, dass die Menschen mit dem vielleicht Unausweichlichen umzugehen lernen. Hartstein zeichnet ein düsteres Bild, spricht vom vegetativen Zustand von Koma-Patienten und vom Abschiednehmen.

Bald drei Monate liegt der frühere Ferrari- und Mercedes-Werksfahrer nun im Koma. Auch diese lange Zeit ist für Hartstein ein schlechtes Zeichen.

Aber Michael Schumachers Managerin Sabine Kehm glaubt fest an eine Genesung. Gegenüber den Kollegen von «Bild» hält sie fest: «Es gilt immer noch, was ich in meinem letzten Statement gesagt habe – wir sind und bleiben zuversichtlich, dass Michael da durchgehen und aufwachen wird. Wir kämpfen um ihn gemeinsam mit dem Ärzteteam, dem wir vertrauen.»

Hartstein hat inzwischen seine Aussagen relativiert. «Ich wollte niemanden kritisieren, der an der Rettung von Michael Schumacher auf der Skipiste oder am Transport nach Grenoble beteiligt war. Mir ist klar, dass jeder dieser Einsätze extrem schwierig ist, ungeachtet dessen, dass es sich hier um einen offensichtlich schwer verletzten Superstar handelte. Es ist weder meine Aufgabe noch meine Absicht, die individuelle medizinische Versorgung durch meine Ärztekollegen in Frage zu stellen.»

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