MotoGP: KTM-Rennchef über Regelverstoß

Motor klingt «scheiße»: Horner verteidigt Vettel

Von Petra Wiesmayer
Sebastian Vettel nimmt kein Blatt vor den Mund

Sebastian Vettel nimmt kein Blatt vor den Mund

Sebastian Vettel hat mit seiner Kritik an den neuen Turbomotoren in der Formel 1 für einigen Wirbel gesorgt. Sein Chef, Christian Horner, stellt sich aber hinter den amtierenden Weltmeister.

Sebastian Vettel ist bekannt dafür, dass er sagt, was er denkt und hin und wieder vor Kraftausdrücken auch nicht zurückschreckt. Als der Heppenheimer am Wochenende in Malaysia den Sound der neuen Turbomotoren sehr eindeutig als «Shit» bezeichnete, erwarteten viele, dass Vettel und sein Team von FIA-Präsident JeanTodt eine ebenso eindeutige Abmahnung bekommen würden. Immerhin ist der Franzose ein entschiedener Befürworter der neuen Motoren und war wohl nicht sehr glücklich über Vettels harsche Kritik. Außerdem schrieb Todt bereits im November 2012 an alle Fahrer, dass sie in Interviews keine Schimpfwörter benutzen dürften, um der Formel 1 nicht zu schaden.

«Mit mir hat niemand darüber gesprochen. Man sollte ihm gratulieren, dass er sagt, was er denkt», verteidigte sagte Teamchef Christian Horner seinen Fahrer bei der BBC. «Wir leben zwar in einer politisch korrekten Welt, aber Teil der Philosophie bei Red Bull ist es, allen Fahrern zu gestatten, dass sie ihre Meinung frei kundtun dürfen, auch wenn das manchmal etwas unbequem ist.»

Sebastian Vettel hätte auch nur seine Meinung gesagt, betonte der Brite. «Ich glaube nicht, dass irgendjemand einen Fahrer dafür tadeln würde, seine Meinung zu sagen. Er ist nicht alleine. Es gibt unterschiedliche Meinungen und er hat ein Recht auf seine.»

Einer, der Vettels Meinung offen teilt, wenn auch in moderateren Worten, ist Formel-1-Chef Bernie Ecclestone. Der Brite gab in Malaysia allerdings zu dass die Motoren «besser klingen, als ich dachte.» Trotzdem hat er sich aber bereits bei den Teams erkundigt, ob man den Sound wieder etwas aufdrehen könne. «Da müsst ihr die Ingenieure fragen. Ich habe sie gefragt und sie haben nein gesagt», sagte Eccelstone am Freitag bei BBC Sport. Einen Tag später erklärte er jedoch, dass man bereits daran arbeite. «Ich glaube, dass wir es schaffen können.»

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