MotoGP: KTM-Rennchef über Regelverstoß

Kimi Räikkönen sauer: Wird Fernando Alonso bevorzugt?

Von Mathias Brunner
Die Ferrari von Räikkönen und Alonso hinter dem Lotus von Grosjean

Die Ferrari von Räikkönen und Alonso hinter dem Lotus von Grosjean

Der finnische Formel-1-Champion Kimi Räikkönen wundert sich ein wenig über die Ferrari-Boxenstrategie. Damit ist er im Fahrerlager von Barcelona nicht der einzige.

Dicke Luft bei Ferrari: Viel zu reden gibt die Reifenstoppstrategie im berühmtesten Rennstall der Welt. Der erste Aufreger passierte am Ende der 16. Runde: da wurde nicht etwa der zu diesem Zeitpunkt auf Rang 4 liegende Kimi Räikkönen vom Ferrari-Kommandostand hereingebeten, sondern der dahinter fahrende Fernando Alonso!

Sky-TV-Experte Martin Brundle: «Das verstehe ich nicht ganz. Das ist nicht die übliche Vorgehensweise. Das ungeschriebene Gesetz lautet, dass der besser platzierte Fahrer zuerst reinkommt.»

Es kam noch dicker: Räikkönen wurde auf einer Zweistoppstrategie belassen, Alonso wurde auf den schnelleren Dreistopper umgestellt.
Ergebnis: mit frischeren Reifen konnte Alonso seinen finnischen Stallgefährten zum Schluss des Rennens hin im Kampf um Rang 6 überholen. Kimi wehrte sich mit Zähnen und Klauen, aber letztlich war gegen Alonso nichts zu machen.

Ex-Weltmeister Damon Hill weiss: «Diese Reifen vergessen nichts. Wenn du länger unterwegs bist, dann hast du auch mal einen Rutscher und einen Verbremser mehr drin. Davon erholen sich diese Reifen nicht. Da musst du neue holen.»

Nur hatte Ferrari mit Räikkönen offenbar andere Pläne.
Nach dem Rennen schimpfte Kimi im Funk: «Wer genau hat diese Entscheidung getroffen?» Räikkönen kam sich wie die zweite Wahl vor.

Martin Brundle argwöhnt: «Ob vielleicht Alonso in seinem Vertrag drin hat, in solchen Situationen bevorzugt zu werden?»

Kimi nach dem Spanien-GP: «Ich werde da einiges aufklären müssen!»

Später, als unter den italienischen Journalisten klar wurde, dass sich da reichlich Futter für eine saftige Story anbahnt, spielte der «Iceman» die Situation herunter: «So viel Unterschied war zwischen den beiden Strategien nicht. Was viel wichtiger ist, dass wir so weit von der Spitze entfernt sind.»

Um genau zu sein, wurde Kimi überrundet, und Alonso beendete das Rennen um fast 88 Sekunden hinter Sieger Lewis Hamiltons Mercedes!

Ferrari rechtfertigt sich, man habe Alonso auf einen Dreistopper umgestellt, um sich gegen den aufholenden Sebastian Vettel zu wehren.

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