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Blufft Ferrari? 30 PS mehr für Vettel und Räikkönen

Von Mathias Brunner
Sebastian Vettel im Ferrari

Sebastian Vettel im Ferrari

Noch in Monaco gab Ferrari-Teamchef Maurizio Arrivabene vor, man werde in Kanada keinen stärkeren Motor haben. Ein Memo von Charlie Whiting von FIA zeigt aber das Gegenteil.

Von Ferrari ist es nie bestätigt worden: in Montreal sollen Sebastian Vettel und Kimi Räikkönen mehr Dampf erhalten – dank Modifikationen an Kolben, Nockenwellen und Brennkammern. Zusammen mit Ferrari hat auch Shell fleissig gearbeitet: ein neuer Sprit wird helfen, den Verbrauch zu senken und die Leistung zu erhöhen. Insgesamt will Ferrari um bis zu 30 PS nachlegen und damit auf jenes Niveau von mindestens 820 PS kommen, auf dem sich Mercedes bewegt.

Aber noch in Monte Carlo hatte Ferrari-Teamchef Maurizio Arrivabene gesagt, es werde in Kanada keinen neuen Motor geben. Dem widerspricht ein Memo, das Charlie Whiting von der FIA versandt hat. Darin ist zu lesen, dass Ferrari im Hinblick auf den Kanada-GP drei Wertmarken zur Verbesserung der Antriebseinheit eingesetzt hat.

Damit erhalten Sebastian Vettel und Kimi Räikkönen den dritten Motor des Jahres – der erste hatte in Australien debütiert, der zweite war in Bahrain nachgelegt worden.

Mercedes hingegen hat noch gar keine Entwicklungsmarken eingesetzt, dafür erhalten Lewis Hamilton und Nico Rosberg für die Power-Strecke Montreal ebenfalls frische Aggregate.

Mercedes kann damit die doppelte Laufleistung vorweisen (der erste Motor hat einschliesslich Monaco sechs GP-Wochenenden absolviert) und ist beim Einsatz der maximal vier erlaubten Antriebseinheiten pro Fahrer und Saison prima auf Kurs. Ferrari muss entweder im späteren Verlauf der Saison auf bereits verwendete Aggregate zurückgreifen oder die Kröte von zehn Rängen zurück schlucken – falls ein fünftes Triebwerk eingesetzt werden muss.

Während Ferrari den Strafen vielleicht entgehen kann – die Motoren wurden zwar getauscht, sind aber noch heil – wissen die Fachkräfte von Red Bull Racing, Toro Rosso und McLaren, dass sie kaum um Rückversetzungen herumkommen werden. Zu oft sind die Motoren von Renault und Honda kaputt gegangen. Eine Strafe ist hier nur noch eine Frage der Zeit.

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