MotoGP: Pedro Acosta über seine Ansprüche

Neuer Honda-V6 für Fernando Alonso: Problem bleibt

Von Mathias Brunner
Fernando Alonso (McLaren-Honda) in Sotschi vor Felipe Nasr (Sauber)

Fernando Alonso (McLaren-Honda) in Sotschi vor Felipe Nasr (Sauber)

​Wenn alles nach Plan läuft, bestreitet Fernando Alonso den USA-GP in Austin (Texas) mit dem verbesserten Honda-V6-Turbo. Aber ein Grundproblem des japanischen Motors ist ungelöst.

Fast wären beim vergangenen Russland-GP in Sotschi beide McLaren-Honda in die Punkte gefahren. Für Fernando Alonso wäre das ein kleines Wunder gewesen, «denn ich ging mit einem der ältesten Motoren ins Rennen, die wir haben».

Während Jenson Button in Sotschi Neunter wurde, verlor Alonso seinen zehnten Platz – die Rennkommissare brummten ihm wegen Abkürzens eine Zeitstrafe auf, damit rutschte der Asturier hinter Max Verstappen zurück.

Einst hätte es bei McLaren-Honda gerümpfte Nasen gegeben, wenn ein Podestplatz verpasst worden wäre. Nun ist man schon zufrieden mit einer Punktefahrt. So kleine Brötchen muss die frühere Traumpaarung McLaren-Honda derzeit backen.

Mit dem neuen Honda-V6 hat Alonso in Russland im Training nur 16 Runden gedreht. Dieser neue Honda-Motor, für den die Japaner die letzten vier Entwicklungswertmarken der Saison 2015 verbraucht haben (optimierte Brennräume, andere Auspuffanlage, daher kernigerer Sound), soll straffrei beim kommenden USA-GP in Austin (Texas) eingesetzt werden. Ein Start damit von ganz hinten in Russland, das wollte McLaren-Honda vermeiden. McLaren-Teamchef Eric Boullier: «Auf der Piste sind Daten vom Prüfstand sogar übertroffen worden, der Motor stimmt uns sehr zuversichtlich.»

Noch ist der Einsatz des Motors in Austin jedoch nicht gesichert (Jenson Button soll seinen verbesserten Motor dann in Mexiko erhalten). Honda-Chef Yasuhisa Arai: «Erst wenn wir wirklich davon überzeugt sind, dass wir mit dem neuen Motor ins Ziel kommen können, werden wir grünes Licht zum Einsatz geben.»

Ein Grundproblem des Honda-V6 bleibt jedoch ungelöst: die Energierückgewinnung.

Zur Erinnerung: Gut 160 PS steuert das ERS (energy recovery system, Energie-Rückgewinnungssystem) der Gesamtleistung bei. Bei Honda sind Energiegewinnung, -speicherung und –abgabe zu wenig leistungsfähig, auf das Button und Alonso über eine volle Runde auf die elektrische Energie zurückgreifen können.

Arai gibt zu: «Beim Verbrennungsmotor machen wir gute Fortschritte, aber bei der Energierückgewinnung haben wir noch Defizite.»

Dieser Rückstand ist auch mit der neuen Motorversion noch nicht behoben, erst mit der 2016er Version der japanischen Antriebseinheit kann Honda den Piloten die Möglichkeit geben, auf die volle elektrische Leistung zurückzugreifen.

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