MotoGP: KTM-Rennchef über Regelverstoß

Sandro Cortese: Kritik von den Kollegen

Von Gerraint Thompson
Sandro Cortese: Kein Grund zur Aufregung?

Sandro Cortese: Kein Grund zur Aufregung?

Die spektakuläre Schlussrunde des Moto3-Rennens in Motegi sorgte für Gesprächsstoff. WM-Leader Sandro Cortese wurde von Redding und Smith kritisiert.

Nach der Kollision mit dem 19-jährigen Italiener Antonio Tonucci (Team Italia) und der gestenreichen und unmissverständlichen Beschwerde gegen Motegi-Sieger Danny Kent in der Auslaufrunde des Moto3-Rennens beim Motorrad-GP von Japan musste sich Titelfavorit Sandro Cortese einige kritische Bemerkungen anhören.

Der Red-Bull-KTM-Werkspilot aus dem Team von Aki Ajo war in der Schlussrunde für einige Kilometer auf dem Weg zum frühzeitigen Titelgewinn, nachdem Luis Salom gestürzt war und den führenden Jonas Folger gleich mit ins Verderben gerissen hatte. Doch dann stiess Cortese bei einem Überholmanöver (es ging um Platz 2 hinter Kent) mit Tonucci zusammen, stürzte, rappelte sich wieder auf – und wurde Sechster. Doch Titelanwärter Maverick Viñales sicherte sich in der turbulenten Schlussrunde noch Platz 2. Er liegt drei Rennen vor Schluss 56 Punkte hinter Cortese.

Der britische Moto2-Pilot Scott Redding nahm seinen Landsmann Danny Kent in Schutz. «Er hat absolut nichts Falsches getan», erklärte der Kalex-Pilot aus dem MarcVDS-Team. «Er hat Cortese sauber überholt, da waren keine schmutzigen Tricks dabei. Ich weiss nicht, warum sich Sandro in der Auslaufrunde mit heftigen Gesten bei Danny beschert hat. Wenn es keine Stallorder gibt, fährt jeder für sich selbst. Danny hat Cortese weder neben die Piste geschubst, noch ihn irgendwo abgedrängt. Es war ein hartes, aber faires Manöver.»

Auch Moto2-Kollege Bradley Smith aus dem Tech3-Team pflichtete Redding bei. «Danny ist ein sauberes und faires Rennen gefahren», stellte der rothaarige Engländer fest. «Danny sah die Chance auf seinen ersten GP-Sieg, diese musste er ohne Zweifel ausnützen. Er hat sich nicht innen neben Sandro gedrängt, er hat ihm keine Probleme bereitet. Ich habe nichts gesehen, was man als blödes Manöver von Danny bezeichnen hätte können. Er hat genau das getan, was man in so einer letzten Runde macht, wenn der GP-Sieg in Reichweite liegt. Danny hat mit fairen Mitteln gewonnen.»

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