MotoGP: KTM-Rennchef über Regelverstoß

Joan Mir in der Coronakrise: Training und Netflix

Von Vanessa Georgoulas
Joan Mir

Joan Mir

Der verhinderte MotoGP-Saisonstart in Katar war eine bittere Pille für Suzuki-Werkspilot Joan Mir, doch er realisierte schnell, dass die Situation ernst ist. «Es ist nun sehr wichtig, geduldig zu bleiben», weiss er.

«Ich wollte das Rennen in Katar wirklich bestreiten», betont Joan Mir, der sich derzeit wie der Rest der MotoGP-Truppe zuhause fit hält. «Ganz ehrlich, es war nicht einfach, als ich die Nachricht von der Absage hörte, denn ich war sehr auf den Saisonstart fokussiert. Es ist schwierig, wenn dir plötzlich gesagt wird, dass du das, was du am liebsten machst, nicht mehr tun darfst», gesteht der Suzuki-Werkspilot, der den Ernst der Lage aber schnell begriff und sich entsprechend schnell beruhigte.

«Es ist nun sehr wichtig, geduldig zu bleiben», mahnt der 22-Jährige aus Palma, dessen Alltag durch die weltweite Coronakrise kaum verändert wurde. «Abgesehen davon, dass wir natürlich nicht mehr auf dem Motorrad trainieren können, hat sich nicht viel verändert. Ich arbeite weiterhin hart an meiner körperlichen Verfassung. Es ist auch eine Chance, mich physisch und mental zu verbessern und die entsprechende Zeit dafür aufzuwenden.»

Auch abseits vom Training musste sich der Moto3-Weltmeister von 2017 kaum umgewöhnen: «Abgesehen davon, dass wir nicht rausgehen und mit dem Motorrad trainieren, hat sich nicht viel verändert, denn die Rennvorbereitung bestimmte schon zuvor mein Leben und ich habe schon immer viel Zeit zuhause verbracht, deshalb hat sich auch nichts dramatisch verändert.»

Und wie vertreibt sich Mir die Zeit zuhause? «Es ist natürlich kompliziert, denn das Motorradfahren ist das, was ich am meisten liebe. Ich geniesse mein Training und schaue sonst auch Filme und Serien auf Netflix. Ausserdem nehme ich mir etwas mehr Zeit, um mich zu entspannen», erzählt der elffache GP-Sieger, der sich nicht zu sehr mit den Veränderungen im WM-Kalender befassen will.

«Ich versuche, nicht zu oft daran zu denken, denn derzeit ist noch nichts entschieden und die Lage ändert sich auch von Tag zu Tag. Die Entwicklung scheint sich zu verschlechtern und ich weiss, dass die MotoGP-Vermarktungsfirma Dorna einen grossartigen Job macht. Ich vertraue ihren Entscheidungen und hoffe, dass das Ganze sehr bald vorbei sein wird und wir wieder aufs Bike steigen und auf die Piste gehen dürfen», erklärt Mir.

Der aktuelle Motorrad-GP-Kalender 2020

08. März: Doha/Q (ohne MotoGP)
17. Mai: Le Mans/F
31. Mai: Mugello/I
07. Juni: Barcelona/E
21. Juni: Sachsenring/D
28. Juni: Assen/NL
12. Juli: KymiRing/SF
09. August: Brünn/CZ
16. August: Red Bull Ring/A
30. August: Silverstone/GB
13. September: Misano/I
27. September: Aragón/E
04. Oktober: Buriram/TH
18. Oktober: Motegi/J
25. Oktober: Phillip Island/AUS
01. November: Sepang/MAL
15. November: Texas/USA
22. November: Las Termas
29. November: Valencia/E

Ohne Datum: Jerez/E

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