MotoGP: KTM-Rennchef über Regelverstoß

Checa fragt sich: Macht es für Rossi noch Sinn?

Von Mario Furli
Noch steht nicht fest, ob für den 41-jährigen Valentino Rossi (Yamaha) Ende 2020 tatsächlich Schluss ist. Die ehrliche Einschätzung des ehemaliges MotoGP-Piloten und Superbike-Weltmeisters Carlos Checa.

Carlos Checa war 2004 Teamkollege von Valentino Rossi im Yamaha-Werksteam. Über den neunfachen Weltmeister, der seit 46 Grand Prix sieglos ist, sagt er heute: «Er war ein unglaublicher Fahrer, einer der besten der Geschichte, aber er ist nicht mehr dort, wo wir ihn alle gerne sehen würden.»

Checa, der in der Königsklasse der Motorrad-WM 24 Podestplätze errungen hat und seit 2019 für DAZN als TV-Experte im Einsatz ist, geht mit Blick auf den 41-jährigen Superstar sogar noch einen Schritt weiter: «Zu sehen wie er um die Top-10 kämpft, dann stürzt, weil es nicht geht, und die letzte Yamaha ist, das macht keinen Sinn», erklärte er gegenüber «Mundo Deportivo».

Der inzwischen 47-jährige Spanier wünscht Rossi, dass die Zusammenarbeit mit dem neuen Crew-Chief ihn wieder weiter nach vorne bringt: «Ich hoffe und ich wünsche mir, dass er in diesem Jahr mit David Muñoz, einem sehr guten Freund von mir, sein Gleichgewicht findet, um seine Ziele zu erreichen – nichts anderes als um die WM zu kämpfen.»

Rossi selbst beteuerte immer wieder, dass er eine Fortsetzung seiner beeindruckenden Karriere davon abhängig mache, wie konkurrenzfähig er in der ersten Saisonhälfte 2020 sein würde. Die Coronakrise machte dem Italiener aber einen Strich durch die Rechnung. Nun rätselt die Szene darüber, ob der «Dottore» 2021 weitermacht oder nicht.

«Es geht nicht darum, ob er weitermacht oder nicht», meinte Checa dazu. «Es geht um die Frage: Macht es Sinn, was Valentino macht? Ich persönlich hoffe, dass er ein, zwei oder drei Jahre weitermacht, weil ich glaube, dass es für die WM sehr interessant ist, dass er ein sehr wichtiges Element ist. Aber aus sportlicher Sicht kann ich nicht verstehen, dass er weiter um diese Platzierungen kämpft, die so weit weg vom Titel sind», machte der Superbike-Weltmeister von 2011 deutlich.

«Es ist seine Entscheidung, ich respektiere sie und alle Fans sollten ihm sehr dankbar sein, dass er weiterhin so kämpft», ergänzte Checa, der seinen Rücktritt 2013 übrigens kurz nach seinem 41. Geburtstag verkündet hatte.

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