MotoGP: KTM-Rennchef über Regelverstoß

Reifendruck: Offizielle Erklärung von Danny Aldridge

Von Mario Furli
Pecco Bagnaia in Jerez

Pecco Bagnaia in Jerez

Der Wirbel um den Reifendruck beherrschte in den vergangenen Tagen die Schlagzeilen. Danny Aldridge, der Technische Direktor der MotoGP-WM, schafft Klarheit.

Seit eine eigentlich nicht für die Öffentlichkeit bestimmte Tabelle von Michelin vom Spanien-GP publiziert wurde, aus der hervorging, dass unter anderen Jerez-Sieger Pecco Bagnaia das gesamte Rennen mit zu niedrigem Reifendruck bestritt, ist die Aufruhr groß. Ducati berief am Dienstagabend sogar kurzfristig eine Presserunde mit Rennchef Gigi Dall’Igna ein, am Donnerstag erklärte sich Bagnaia selbst in der Pressekonferenz.

Nun reagierte auch die Dorna und veröffentlichte ein Statement von MotoGP Technical Director Danny Aldridge, um Klarheit zu schaffen: «In Zusammenarbeit mit der MSMA und auf Anfrage der MSMA ist die Technische Direktion der Weltmeisterschaft derzeit dabei, ein neues Protokoll für die Überwachung des Reifendrucks zu evaluieren. Dieses Prozedere muss die Einführung eines einheitlichen Sensor- und Empfängersystems beinhalten, weil es der einzige Weg ist, um über verlässliche Daten für die Überprüfung zu verfügen.»

«Darüber hinaus wurde mit der MSMA ein detailliertes Protokoll besprochen, wie die neuen Vorschriften durchgesetzt werden, und einstimmig vereinbart, dass es nicht vor Beginn der Saison 2023 umgesetzt wird», hieß es in der Mitteilung weiter.

Dall’Igna hatte am Dienstag ebenfalls betont, dass es in dieser Saison darum gehe, die Daten zu sammeln und zu überwachen, um für 2023 eine anwendbare Regel für die Überprüfung des Reifendrucks formulieren zu können.

Aldridge: «Dieses Protokoll wurde innerhalb der MSMA unter der Bedingung vereinbart, dass es während der Saison 2022 von allen Herstellern bewertet wird. Um diese Bewertung zu erleichtern, haben sich alle Hersteller einstimmig darauf geeinigt, die Reifendaten ihrer Fahrer nach jedem Event mit allen anderen Herstellern zu teilen. Da diese Daten freiwillig zur Verfügung gestellt werden und die Sensoren von jedem Sensorhersteller einzeln kalibriert werden, können sie derzeit nicht auf ihre Exaktheit überprüft werden.»

Außerdem wurde in dem Statement betont, dass sich Michelin als Reifenlieferant, der Motorrad-Weltverband FIM, die Teamvereinigung IRTA, das Herstellerbündnis MSMA sowie WM-Promoter Dorna darauf geeinigt hätten, dass die Vorschriften bezüglich der Reifen weiterhin vom Technical Director und Michelin durchgesetzt werden, bis das neue System einsatzbereit sei.

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