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Marc Márquez: «Natürlich spüre ich den Druck»

Von Günther Wiesinger
Marc Márquez in Siegerpose: Auch in Assen am Samstag?

Marc Márquez in Siegerpose: Auch in Assen am Samstag?

Der Widerstand gegen Weltmeister Marc Márquez wächst. Aber er hat 58 Punkte Vorsprung auf Rossi. «Ich könnte mir sogar einen Fehler erlauben», weiss er.

Marc Márquez wurde von Lorenzo, Rossi und Pedrosa bei den letzten beiden Rennen in Mugello und Barcelona ordentlich eingeheizt. Und der Stichting Circuit van Drenthe galt bisher als Yamaha-Strecke, das Leben wird also nicht leichter für den Weltmeister.

«Ja, die letzten zwei Rennen waren mühseliger als die ersten in diesem Jahr», gesteht Marc. «Es wird auch hier in Assen schwierig sein, das Rennen zu gewinnen. Wir haben uns die Daten von 2013 angeschaut. Yamaha war hier sehr stark, aber nicht nur die Bikes, sondern auch Valentino und Jorge. Ihr Fahrstil passt ausgezeichnet zu dieser Piste. Sie werden auch diesmal schnell sein. Wir werden unser Bestes geben. Wir müssen aber auf der Hut sein. Ich weiss, dass Assen die Lieblingsstrecke von Aleix Espargaró ist. Ich kann mich erinnern, wie schnell er hier mit der 250er war. Er wird an diesem Wochenende sehr stark sein. Es wird jedenfalls schwierig, die Siegesserie weiterzuführen. Noch dazu schaut das Wetter für das Rennen am Samstag recht instabil aus.»

Der Repsol-Honda-Werksfahrer weiss, dass er ein anderes Set-up braucht als in Barcelona. «Hier gibt es nicht so heftige Bremszonen wie in Catalunya. Die Bremsphase ist normal unsere Stärke, sie wird aber hier keine grosse Rolle spielen. Diese Strecke ist flüssiger... Hier ist es wichtig, dass man präzise fährt und bei den High-Speed-Richtungswechseln keine Zeit verliert.»

Márquez hat in Assen schon drei GP-Siege errungen (1x 125 ccm, zweimal Moto2), im Vorjahr war er mit der MotoGP-Honda Zweiter. «Ja, die Piste gefällt mir, besonders T4, der letzte Abschnitt mit den vielen Kurven. Ich kenne die alte Strecke aus Videos, als sie noch 7,7 km lang war. Damals schien Assen aus lauter schnellen Ecken zu bestehen, jetzt finden wir sie nur mehr im vierten Sektor, schnelle Kurven, schnelle Richtungswechsel. Damals hiess es, Assen seit die Kathedrale des Motorradsports. Das war, weil die Piste anders aussah als heute. Heute ist sie nichts Besonders mehr, abgesehen vom vierten Sektor.»

Márquez hat bereits 38 GP-Siege in der Tasche. Er bricht jedes Wochenende neue Rekorde. Zum Beispiel hat noch keiner mit 21 Jahren die ersten sieben Rennen der Saison in der Königsklasse gewonnen.

Steigt dadurch der Druck? Oder wird die Situation durch die pausenlosen Triumphe angenehmer, unbeschwerter?

Márquez: «Natürlich spüre ich Druck, aber den spürt jeder. Im Grund wird die Lage durch die Erfolge erfreulicher. Ich hatte zu Beginn der Saison mehr Druck als jetzt. Ich war Titelverteidiger. Jetzt habe ich schon mehr Siege als im ganzen Jahr 2013. Jetzt habe ich einen Vorsprung in der Weltmeisterschaft. Natürlich will ich ihn behalten. Gleichzeitig weiss ich: Wenn ich einen Sturz habe oder einen Fehler mache, ich habe etwas Abstand zu den Verfolgern.»

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