MotoGP: KTM-Rennchef über Regelverstoß

Andrea Iannone (5.): «Ich dachte ans Aufgeben»

Von Nereo Balanzin
Andrea Iannone

Andrea Iannone

Ducati-Werkspilot Andrea Iannone musste beim Le-mans-GP gehörig auf die Zähne beissen, denn fünf Tage vorher hat er eine Schulterluxation erlitten. Marc Márquez lieferte ihm einen harten Kampf.

Ducati-Werkspilot Andrea Iannone hatte sich am Freitag noch heftige Sorgen gemacht, denn er litt unter den Nachwirlungen der Schulterluxation, die er sich bei einem Sturz in Mugello am vergangenen Dienstag beim zweitägigen Ducati-Test in der Kurve «Arrabiata 2» zugezogen hatte.

Doch Draufgänger Andrea Iannone biss tapfer auf die Zähne und nistete sich im Rennen zum Grand Prix de France gleich zu Beginn an vierter Stelle hinter Lorenzo, Rossi und Dovizioso ein, hinter ihm lagen Smith und Márquez.

Doch der spanische Weltmeister konnte diese Schmach nicht auf sich sitzen lassen, er drehte in der 24. Runde gehörig auf, matchte sich drei Runden lang tapfer mit Iannone – und fuhr schliesslich 0,4 Sekunden vor dem Italiener als Vierter über den Zielstrich.

Doch Iannone bleibt WM-Fünfter, unter den ersten fünf der WM-Tabelle befindet sich nur eine Honda!

Da vorne die Plätze klar bezogen waren, war das Duell Iannone gegen Márquez die Würze dieses Rennens.

«Das war das schwierigste Rennen meines Lebens», seufzte Andrea Iannone. «Es gab einen Zeitpunkt im Rennen, da schoss mir durch den Kopf: Wenn ich jetzt aufgebe und an die Box fahre, wäre das die naheliegendste Lösung...»

«Aber Aufgeben, das kam für mich nicht in Frage», ergänzte Andrea. «Doch ich habe das Tempo ein bisschen reduziert, um etwas frische Kräfte zu sammeln und um mich auf die letzten Runden vorzubereiten. Und dann kamen diese drei Runden gegen Márquez dazwischen, sie waren atemberaubend. Ein grossartiges Gefecht. Und als Márquez vorbei war, durfte ich auch nicht durchatmen. Denn Bradley Smith lauerte unmittelbar hinter mir. ich durfte ihm keine Chance für einen Angriff bieten.»

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