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Redding gegen Razgatlioglu: «Es geht um unser Leben»

Von Ivo Schützbach
Superbike-WM-Leader Scott Redding lieferte sich in Jerez atemraubende Fights mit Yamaha-Ass Toprak Razgatlioglu. «Wenn ich gegen ihn kämpfen muss, dann lege ich eben eine Schippe nach», meinte der Engländer.

Kaum ein anderer in der Superbike-WM ist so schwer zu überholen wie Toprak Razgatlioglu. Der 23-Jährige bremst extrem spät und fährt zudem außerordentlich aggressiv. Jerez-Doppelsieger Scott Redding fragte sich in Andalusien gleich mehrfach: «Was zur Hölle ist jetzt los?»

Während Redding versuchte, Razgatlioglu am Kurveneingang innen auszubremsen, konterte der Türke auf der Außenlinie, zog anschließend vehement nach innen – und blieb damit vorläufig vorne.

«Letztes Jahr fuhr ich BSB, schlimmer ist das auch nicht», sagte Redding. «So lange es zu einem gewissen Grad sicher ist, juckt mich das nicht. Ich habe immer Respekt für die Fahrer um mich herum, es geht um unser Leben. Manchmal sind diese Aktionen von außen mit großem Risiko verbunden; wenn man dann nach innen zieht, das ist sehr gefährlich. Aber wenn ich mit Toprak kämpfen muss, dann lege ich eben eine Schippe nach. So lange es fair zugeht, bin ich glücklich.»

Razgatlioglu schmunzelte im Gespräch mit SPEEDWEEK.com über die Aufregung. «Wir haben danach kurz miteinander geredet, er meinte, ich würde wie ein Tier bremsen», grinste der WM-Vierte. «Für mich ist das normal, nennen wir es Toprak-Stil. Die Ducati ist auf der Geraden sehr schnell, mir blieb gar nichts anderes übrig, als so spät zu bremsen. Ich musste alles auf der Bremse machen, weil ich am Kurvenausgang nicht schnell war. Ich erinnere mich an das Sprintrennen, wo ich ihn außen herum überholt habe. Er mag das vielleicht als gefährlich bezeichnen, ich sehe das nicht so.»

Vor den Rennen in Portimao am kommenden Wochenende liegt Redding in der Gesamtwertung mit 98 Punkten an der Spitze, ihm folgen Jonathan Rea (Kawasaki, 74), Alex Lowes (Kawasaki, 72) und Razgatlioglu (66).

«Wir sind zuversichtlich, starke Resultate holen zu können», unterstrich Toprak. «Bei den Tests im Januar fuhr ich die schnellste Zeit. Hier ist es nicht ganz so heiß wie in Jerez, wir werden mit unserem Set-up aus dem Winter beginnen. Das Ziel ist, um Siege zu kämpfen.»

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