Carlos Checa (49) legte sein Dakar-Auto aufs Dach

Ein Selfie zur Erinnerung: Carlos Checa legte sein Dakar-Auto aufs Dach
Aller Anfang ist schwer, vor allem ein Abenteuer wie die Dakar. Eine Stunde verlor Carlos Checa bei seiner ersten Teilnahme an der härtesten Rallye der Welt auf Etappe 1, weitere 40 Minuten handelte sich der 49-Jährige am zweiten Renntag ein. Die dritte Etappe endete für den Spanier auf dem Dach liegend.
Das Fahrzeug ließ sich nicht mehr in Gang bringen, Checa und sein Beifahrer Ferran Alcayna mussten abgeschleppt werden – ohne Tür und ohne Windschutzscheibe, und das bei Temperaturen nur wenig über dem Gefrierpunkt. Erst am Abend traf das Gespann im Biwak ein.
«Wir sind zu Beginn der Etappe umgekippt», musste Checa unweigerlich grinsen. «Ferran und mir geht es gut. Wir wollen weitermachen, was davon abhängt, ob der Optimus repariert werden kann.»
Übrigens: Der MD Optimus wird von einem Chevrolet-V8-Motor mit 405 PS angetrieben.
Wie sich herausstellte, war der Schaden am Fahrzeug beträchtlicher als gedacht. Weil Ersatzteile aus Frankreich eingeflogen werden mussten, war Checa am Mittwoch und Donnerstag zum Zuschauen verdammt.
«Der Optimus konnte trotz der großartigen und intensiven Arbeit der Mechaniker nicht vollständig repariert werden», ärgerte sich Checa. «Einige Teile, die aus Frankreich kommen müssen, werden noch benötigt. Wenn sie ankommen werden wir die Reparatur abschließen und ich werde wieder am Rennen teilnehmen. Ich hoffe, in den letzten 6 Etappen antreten zu können.»
Das kann Checa: Bei der heutigen sechsten Etappe ist er wieder mit von der Partie. Dass man auch außerhalb der Konkurrenz für Schlagzeilen sorgen kann, bewies am Donnerstag der frühere MotoGP-Pilot Danilo Petrucci mit dem Etappensieg.